Tagung zur digitalen Zukunft Südtirols

Südtirols Zukunft ist digital, smart und nachhaltig – das hat die von Alperia organisierte Tagung am heutigen Freitag, 31. März, im Auditorium der Eurac gezeigt. Der Südtiroler Energiedienstleister präsentierte seine Vision einer Smart Region Südtirol und stellte erstmals sein Projekt eines modernen Ultrabreitbandnetzes im Land vor. Gemeinsam mit dem Weltkonzern Huawei hat Alperia ein innovatives System für das Glasfasernetz entwickelt, um der Bevölkerung und den Unternehmen in ganz Südtirol modernste digitale Dienste zur Verfügung stellen zu können.

Die zunehmende Digitalisierung beschäftigt derzeit alle Branchen und macht auch vor Südtirol nicht halt. Der deutsche Trendforscher Nils Müller wagte bei der Tagung in Bozen einen Blick in die digitale Zukunft und zeigte, wie Produkte, Dienstleistungen und Kundenerwartungen sich künftig verändern werden. Bereits jetzt kann man sehen, wie schnell Menschen neue Technologie adaptieren, das wird sich in Zukunft noch weiter verstärken: Virtualisierung und Digitalisierung werden zunehmen und alles wird immer smarter, also intelligenter. 

Alperia will zu dieser Entwicklung einen wichtigen Beitrag leisten und Südtirols Zukunft smarter und digitaler gestalten. „Um diese Vision zu realisieren, werden wir in den kommenden fünf Jahren rund 120 Millionen Euro in die Entwicklung der Smart Region Südtirol investieren“, sagt Johann Wohlfarter, Generaldirektor von Alperia. Mit dem Projekt Smart Region will Alperia den Aufbau einer  flächendeckenden Infrastruktur ermöglichen, welche die technologische Weiterentwicklung und ein Upgrade von Netzen ermöglicht, wie zum Beispiel das Internet of Things, kurz IoT. Damit ist gemeint, dass der Computer in der digitalen Welt zunehmend von „intelligenten Gegenständen“ bis hin zu künstlicher Intelligenz ergänzt wird.

„Beim Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur in Südtirol kann Alperia wichtige Synergien nutzen, da wir zwischen Stromverteilung und Fernwärmenetz mehr als 9.000 Kilometer Leitungen besitzen, und so kosten- und zeiteffizient arbeiten können“, sagt Sergio Marchiori, geschäftsführender Verwalter von Alperia Fiber, einer Tochtergesellschaft von Alperia. Neben dem Ausbau wird Alperia Fiber das Glasfasernetz auch beleuchten und hat für den Betrieb dieses Netzes ein innovatives System entwickelt, das es Internetnutzern in ganz Südtirol, nicht wie bisher vorwiegend nur im urbanen Bereich, ermöglicht modernste digitale Dienste zu nutzen. „Mit dem neuen System werden alle Südtiroler Haushalte und Unternehmen, unabhängig von ihrem Wohnort, in einem zentralen Punkt konzentriert. Von dort aus können sie alle digitalen Dienste jedes beliebigen Internet Service Providers auswählen“, erklärt Sergio Marchiori die Vorteile. Die Realisierung eines solchen Systems für Südtirol ist dank der Zusammenarbeit mit dem Telekommunikationsriesen Huawei gelungen. „Die entwickelte Lösung basiert auf modernster Huawei-Technologie“, sagt Alessandro Cozzi, Country-Director Enterprise von Huawei Italien „und kommt hier erstmals in ganz Europa zur Anwendung.“

Die Bedeutung eines Ultra-Breitbandnetzes für die Entwicklung Südtirols unterstrich auch Waltraud Deeg, Landesrätin für Informatik, Verwaltung und Familie, im Rahmen der Tagung.