Wir treiben die Energiezukunft in Südtirol voran, und entwickeln neue technische Lösungen, um unsere Ressourcen zu schonen.

 

 

 

Der Energiesektor entwickelt sich rasant. Heute wissen wir, dass die traditionellen Energiequellen, wie Öl, Gas und Kohle, in absehbarer Zeit erschöpft sind und dass deren Nutzung verheerende Auswirkungen auf unsere Umwelt hat. Es steigt stattdessen die Verwendung der erneuerbaren Energiequellen und neuer Systeme für die effizientere Energienutzung zugunsten der Umwelt und der Nutzer.

 

Bei Alperia produzieren wir nicht nur nachhaltig Energie, sondern wir entwickeln auch neue technologische Lösungen, die es uns ermöglichen, den Energieverbrauch zu verringern. So schützen wir unsere Natur.

Wir machen Bozen zu einem Musterbeispiel für Nachhaltigkeit

Das Forschungsprojekt Sinfonia macht die Stadt Bozen zu einem Musterbeispiel für Nachhaltigkeit auf europäischer Ebene. Die Projektpartner Alperia, Eurac, Gemeinde Bozen, Institut für den sozialen Wohnbau WOBI und KlimaHaus setzen sich dafür ein, neue energetische Konzepte zu entwickeln und Maßnahmen zur Eindämmung des Energieverbrauchs umzusetzen. Sanierte Gebäude, neue Technologien für das Fernheizwerk und intelligente Lösungen für das Stromnetz machen Bozen zu einem Modell für energetische Entwicklung, das auch in anderen Städten anwendbar ist.
Europaweit haben bereits fünf Städte geplant, dem Beispiel Bozen zu folgen. Das Projekt Sinfonia wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des 7. Rahmenprogramms für Forschung und technologische Entwicklung mitfinanziert. 

 

Die intelligenten Netze verbinden das Stromnetz mit innovativen Informationstechnologien. Sie werden es uns ermöglichen, die im Netz gespeicherte Energie bestmöglich zu nutzen und Verluste und Überlastungen des Netzes zu minimieren. Wir werden außerdem in der Lage sein, in Echtzeit auf den Bedarf der Nutzer zu reagieren.

Smart Grids: Fokus auf die intelligenten Netze

In Südtirol gibt es zahlreiche neue Anlagen, welche Strom aus erneuerbaren Energiequellen produzieren: Fotovoltaikanlagen auf Dächern, kleine Wasserkraftwerke entlang der Flüsse und Biomasseanlagen in den landwirtschaftlichen Regionen. Mit der Veränderung der Energieproduktion ändert sich auch die Funktion unseres Stromnetzes: Es sorgt nicht mehr nur dafür, Energie aus den großen Kraftwerken an die Abnehmer zu liefern, sondern auch dafür, die Einspeisung von Energie in das Netz durch zahlreiche kleine, auf dem Gebiet verteilte Anlagen zu managen. Ein großer Teil der erneuerbaren Energiequellen ist zudem nicht programmierbar, das heißt die Energie wird produziert, wenn die Energiequelle verfügbar ist. Dadurch wird der Betrieb des Stromnetzes komplex und es wird immer wichtiger, eine Verbindung zwischen dem Energiebedarf, also den Verbrauchern, und der Produktion und Verteilung herzustellen.  

Pfitsch ist in diesem Sinn ein beispielhaftes Gebiet, hier gibt es viele verschiedene Produzenten von Energie aus erneuerbaren Energiequellen. Daher haben wir dieses Tal für das Pilotprojekt Smart City Pfitsch ausgewählt, an dem auch das Politecnico Mailand mitarbeitet. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer Plattform für die Energieverteilung, die in Echtzeit die Informationen aus dem nationalen Netz, von den Energieproduzenten und den Verbrauchern, für eine optimale Nutzung der Energie verwendet. Intelligente Netze entwickeln wir auch im Rahmen des Forschungsprojekts Smart City Bozen. Das Fernwärmenetz von Bozen wird in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dänemarks optimiert: Durch Informationstechnologien wird das Netz überwacht, um die Energieproduktion auf Grundlage des Bedarfs der Kunden zu optimieren. Auch die Mobilität steht im Zentrum dieses Projekts, das die Installation von Ladestationen für Elektromobilität und deren Überwachung zur Analyse ihrer Nutzung vorsieht.

Europäisches Projekt SmartNet

Immer mehr elektrische Energie wird aus regenerativen Quellen gewonnen und in das Stromnetz übertragen. Das bringt Veränderungen für die gesamte Struktur des europäischen Strommarktes, insbesondere für den Austausch zwischen den Netzbetreibern im Hinblick auf das Hoch- und Mittelspannungsnetz, mit sich. Das Forschungsprojekt SmartNet zielt deshalb darauf ab, effiziente Instrumente und Systeme einzusetzen, um die Koordination zwischen den Netzbetreibern zu verbessern. SmartNet ist ein europäisches Projekt, an dem 22 Partner aus Forschung und Industrie aus neun Ländern arbeiten, darunter auch Edyna, die Stromverteilungsgesellschaft von Alperia.

Im Rahmen des Projekts werden drei Pilotprojekte in Italien, Dänemark und Spanien durchgeführt. Als Modellzone für das italienische Piloprojekt wurde die  Primärkabine – das ist die Anlage, welche Hochspannungsenergie in Mittelspannung umwandelt –  in Mühlen in Taufers mit dem angeschlossenen Mittelspannungsnetz von Edyna sowie das Umspannwerk von Terna, an welches  zwei von Alperia betriebene Wasserkraftwerke angeschlossen sind, ausgewählt. Das Gebiet eignet sich sehr gut, da die dezentrale Stromerzeugung dort stark verbreitet ist. SmartNet wird von der Exekutivagentur für Innovation und Netze (INEA) der Europäischen Kommission im Zuge des europäischen Rahmenprogramms für Forschung und Innovation „Horizon 2020“ finanziert.