{"id":19684,"date":"2024-09-17T09:09:57","date_gmt":"2024-09-17T07:09:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alperia.eu\/guida-al-teleriscaldamento\/"},"modified":"2024-09-17T10:29:38","modified_gmt":"2024-09-17T08:29:38","slug":"guida-al-teleriscaldamento","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/guida-al-teleriscaldamento\/","title":{"rendered":"Ein Tag mit Alperia: Zusammen die Fernw\u00e4rme entdecken"},"content":{"rendered":"<p>Fernw\u00e4rme ist ein intelligentes, sicheres und effizientes System, mit dem wir viele Geb\u00e4ude mit W\u00e4rme versorgen und dadurch f\u00fcr eine sp\u00fcrbare Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t der Menschen mit erheblichen Vorteile auch f\u00fcr die Umwelt sorgen. In diesem Artikel erl\u00e4utern wir, wie sie funktioniert und was sie so vorteilhaft macht. Dabei konzentrieren wir uns auf die Fernw\u00e4rme in Bozen, obwohl Alperia auch f\u00fcnf andere Anlagen in S\u00fcdtirol besitzt und betreibt: Meran, V\u00f6ran, Sexten, Klausen und Latzfons. Au\u00dferdem betreibt Alperia das Fernheizwerk Schlanders, an dem es zu 49 % beteiligt ist (Eigent\u00fcmer ist die Gemeinde Schlanders). Mit rund 248 GWh erzeugter und verteilter W\u00e4rmeenergie ist Alperia Ecoplus, das auf Fernw\u00e4rme spezialisierte Unternehmen der Alperia Gruppe, einer der gr\u00f6\u00dften nationalen Betreiber.<\/p>\n<p>Oscar Miori, Leiter des Fernheizwerks Bozen, begleitet uns bei der Entdeckung dieses technologisch fortschrittlichen, umweltfreundlichen und sicheren Systems.<\/p>\n<p><iframe title=\"Un giorno con Alperia: alla scoperta del teleriscaldamento\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/o9Tvh726_bE?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Wie funktioniert die Fernw\u00e4rme?<\/strong> Das System versorgt die Geb\u00e4ude \u00fcber ein Netz unterirdischer, isolierter Rohre, die f\u00fcr eine Verringerung der Verluste sorgen. Diese Rohre transportieren Warmwasser in einem geschlossenen Kreislauf und verf\u00fcgen \u00fcber ein Temperaturoptimierungssystem, das f\u00fcr einen effizienten W\u00e4rmeaustausch unerl\u00e4sslich ist. Das erw\u00e4rmte Wasser flie\u00dft durch das Fernw\u00e4rmenetz zu den Wohnungen. Dort wird die Energie mittels eines W\u00e4rmetauschers zur Erw\u00e4rmung des Wassers in den Wohnungen und Heizungsanlagen genutzt. Nachdem das Wasser seine W\u00e4rme abgegeben hat, kehrt es \u00fcber das Fernw\u00e4rmenetz zum Kraftwerk zur\u00fcck, wo es wieder erhitzt wird, und der Kreislauf beginnt von neuem. In den meisten F\u00e4llen ist die Umstellung auf Fernw\u00e4rme ohne gr\u00f6\u00dfere \u00c4nderungen am System m\u00f6glich, aber es ist ratsam, die bestehende Situation von einem Planer oder beauftragten Techniker beurteilen zu lassen. Durch die \u00dcberpr\u00fcfung der Optimierung lassen sich m\u00f6gliche Verluste reduzieren oder ganz vermeiden. Wenn ein Kondominium die W\u00e4rme nicht gut nutzt, kommt es zu zus\u00e4tzlichen Verlusten. Deshalb ist es auch bei Kondominien sehr wichtig, dass die R\u00fccklauftemperatur auf einen bestimmten Wert eingestellt ist (bei Alperia sind es 55\u00b0).<\/p>\n<p><strong>Woher kommt die W\u00e4rme und wie wird sie genutzt?<\/strong> Das Fernw\u00e4rmesystem in Bozen wird haupts\u00e4chlich mit W\u00e4rme aus der st\u00e4dtischen M\u00fcllverbrennungsanlage versorgt: Auf diese Weise reduzieren wir der Verbrauch traditioneller Quellen und f\u00f6rdern die Kreislaufwirtschaft, da die W\u00e4rme tats\u00e4chlich aus Abf\u00e4llen stammt. Die Wiederverwendung der in der Bozner M\u00fcllverbrennungsanlage gewonnenen W\u00e4rme ist eine wesentliche Voraussetzung f\u00fcr eine sichere und wirtschaftliche Versorgung. Wir verf\u00fcgen auch \u00fcber einen Speicher: den Alperia Tower. Der \u00fcber 40 Meter (mit Verkleidung) hohe Turm speichert ca. 5.800 m<sup>3<\/sup> Wasser, das von der M\u00fcllverbrennungsanlage erhitzt wird, und garantiert somit eine Speicherung von bis zu 220 MWh W\u00e4rmeenergie. Die Erhaltung der W\u00e4rme im Inneren des Turms wird durch eine W\u00e4rmeisolation gew\u00e4hrleistet. Der Speicher ist unerl\u00e4sslich, um \u00fcbersch\u00fcssige Energie zu akkumulieren und sie bei Bedarf wieder abzugeben. Er funktioniert wie eine Batterie, die die W\u00e4rme dann aufladen kann, wenn sie am meisten gebraucht wird. Dies ist ein sehr wichtiger Aspekt f\u00fcr die Optimierung der Anlagen und die Verringerung der Verschwendung. Um die Anlage architektonisch aufzuwerten und sie zu einem neuen Wahrzeichen der Stadt zu machen, wurde der Alperia Tower in Zusammenarbeit mit einigen Architekten der Stadt gebaut, die dazu beitrugen, dass er sich \u00e4sthetisch in die Umgebung einf\u00fcgt.<\/p>\n<p>Um sicherzustellen, dass wir immer die ben\u00f6tigte W\u00e4rme bereitstellen k\u00f6nnen, betreiben wir neben dem Speicherturm Kraft-W\u00e4rme-Kopplungsanlagen, die thermische und elektrische Energie erzeugen, und verf\u00fcgen \u00fcber Gas- und \u00d6lkessel, die wir in Notf\u00e4llen oder bei Spitzenlasten einsetzen.<\/p>\n<p><strong>Welche Stadtviertel sind an das Fernw\u00e4rmenetz angeschlossen? <\/strong>Auch dank einer gezielten Informationskampagne f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung wird die Fernw\u00e4rme schrittweise ausgebaut, so dass sich das Netz von Alperia Ecoplus heute \u00fcber 56,8 Kilometer erstreckt, mit 444 angeschlossenen Geb\u00e4uden, die rund 8.440 Haushaltskunden und 388 Gesch\u00e4ftskunden versorgen und 162 MW Anschlussleistung bereitstellen. In Bozen wurden schon die Arbeiten von der Drususallee bis zur Romstra\u00dfe aufgenommen, und im n\u00e4chsten Sommer wollen wir bis zur Rombr\u00fccke vordringen. Au\u00dferdem werden wir ein Heizwerk errichten, das den Waltherpark mit K\u00e4lte und W\u00e4rme versorgen wird. Die Besonderheit dabei ist, dass das Geb\u00e4ude direkt mit Wasser aus dem Fluss gek\u00fchlt wird. Im Jahr 2025 wird mit den Arbeiten entlang der Talfers stadteinw\u00e4rts begonnen und 2026 ist die Inbetriebnahme des Heizwerks des Krankenhauses geplant, das Dampf f\u00fcr den internen Gebrauch, Strom durch Kraft-W\u00e4rme-Kopplung und r\u00fcckgewinnbare Abw\u00e4rme f\u00fcr das Fernw\u00e4rmenetz erzeugen wird. Dar\u00fcber hinaus arbeiten wir derzeit mit Eurac Research daran, zu verstehen, wie das System weiter optimiert und die Emissionen reduziert werden k\u00f6nnen, um die Ziele des Klimaplans S\u00fcdtirol 2040 zu erreichen.<\/p>\n<p><strong>Was sind die Vorteile f\u00fcr die Umwelt?<\/strong> Wenn der Investitionsplan f\u00fcr Bozen abgeschlossen ist, werden etwa 7,5 Millionen Kubikmeter Gas pro Jahr eingespart, wodurch etwa 15.000 Tonnen CO<sub>2<\/sub>e vermieden werden. Aber schon heute sch\u00e4tzen wir, dass durch die Fernw\u00e4rme etwa 40.000 Tonnen CO<sub>2 <\/sub>pro Jahr reduziert werden, was einem Wald von 25 km<sup>2<\/sup> entspricht. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die st\u00e4ndige \u00dcberwachung des Systems durch Alperia, wodurch sichergestellt wird, dass es zu keinen \u00dcberschreitungen kommt, und dass bei St\u00f6rungen die Alperia-Techniker sofort eingreifen und die \u00f6ffentlichen Stellen benachrichtigt werden. Bei privaten Heizkesseln ist dies nicht der Fall. Au\u00dferdem benutzt die Fernw\u00e4rme, wie bereits erkl\u00e4rt, erneuerbare Energiequellen und gew\u00e4hrleistet eine hohe Energieeffizienz (herk\u00f6mmliche Heizkessel m\u00fcssen st\u00e4ndig ein- und ausgeschaltet werden, weshalb sie einen Wirkungsgrad von 70 % haben. Bei der Fernw\u00e4rme hingegen wird die W\u00e4rme zu 100 % \u00fcbertragen, ohne Verschwendung). Der Einsatz von Fernw\u00e4rme anstelle von Heizkesseln verringert auch die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen und erm\u00f6glicht es, die Produktion auf ein einzelnes Gebiet zu konzentrieren und dadurch die Stadttemperatur zu senken.<\/p>\n<p><strong>Was sind die Vorteile f\u00fcr die Nutzer?<\/strong> Die W\u00e4rmeversorgung durch Fernw\u00e4rme ist kontinuierlich und zuverl\u00e4ssig: Das Alperia-Team ist 24 Stunden am Tag erreichbar und bereit, bei St\u00f6rungen einzugreifen. Wenn die St\u00f6rung den einzelnen Nutzer betrifft, werden die Reparaturarbeiten nicht von Alperia \u00fcbernommen, aber in jedem Fall wird eine sofortige Kontrolle eingeleitet. Au\u00dferdem garantiert das von Alperia vorgeschlagene Modell eine Senkung der Wartungskosten: Der Kunde zahlt einen Fixbetrag, in dem die gesamten Kosten f\u00fcr die \u00dcbergabestation enthalten sind. Besonders wichtig ist schlie\u00dflich der Sicherheitsaspekt: Der einzelne Nutzer hat keinen Brennstoff mehr im Haus und muss weder den Austritt von Kohlenmonoxid aus den Schornsteinen noch andere negative Auswirkungen bef\u00fcrchten, die mit der Fehlfunktion herk\u00f6mmlicher Heizkessel verbunden sind. Der gesamte Betrieb des Systems erfolgt durch Alperia, aber die einzelnen Kondominien k\u00f6nnen \u00fcber einen an der Anlage eingebauten Regler mit digitalem Zugang die Einschaltzeit jederzeit \u00e4ndern. Geb\u00e4ude mit einem Fernw\u00e4rmeanschluss werden auch immobilienwirtschaftlich aufgewertet, da sie an Attraktivit\u00e4t gewinnen und ihren Marktwert steigern.<\/p>\n<p>Ein weiterer Vorteil ist die Senkung der Installationskosten, da weder ein Brandschutzplan noch ein bel\u00fcfteter Raum mehr vorzusehen ist. Eine gute Systemoptimierung schlie\u00dft die Gefahr von pfeifenden Heizk\u00f6rpern oder Druckunterschieden zwischen erster und oberster Etage aus. Wir k\u00f6nnen uns also von all den Situationen verabschieden, in denen die Bewohner des obersten Stockwerks weniger W\u00e4rme erhalten und daher eine Erh\u00f6hung der F\u00f6rderh\u00f6he der Anlage erforderlich ist. Dieses System ist \u00fcbrigens in mehrfacher Hinsicht ineffizient, da die Erh\u00f6hung der F\u00f6rderh\u00f6he einschlie\u00dft, dass diejenigen, die bereits \u00fcber viel Wasser verf\u00fcgen, noch mehr haben, w\u00e4hrend diejenigen, die weiter oben wohnen, nur eine geringe Erh\u00f6hung haben. Sicher ist jedoch, dass alle das Pfeifen der Ventile h\u00f6ren.<\/p>\n<p>M\u00f6chten Sie mehr \u00fcber Fernw\u00e4rme erfahren? Nehmen Sie am 22. September am \u201eBozner Radtag\u201c teil und besuchen Sie mit uns unser Kraftwerk. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!<\/p>\n<p>#BBD0E0<br \/>\n\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fernw\u00e4rme ist ein intelligentes, sicheres und effizientes System, mit dem wir viele Geb\u00e4ude mit W\u00e4rme versorgen und dadurch f\u00fcr eine sp\u00fcrbare Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t der Menschen mit erheblichen Vorteile auch f\u00fcr die Umwelt sorgen. In diesem Artikel erl\u00e4utern wir, wie sie funktioniert und was sie so vorteilhaft macht. 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