{"id":27283,"date":"2025-05-06T12:05:29","date_gmt":"2025-05-06T10:05:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alperia.eu\/?p=27283"},"modified":"2025-05-06T16:30:13","modified_gmt":"2025-05-06T14:30:13","slug":"hinter-den-kulissen-des-stromnetzes-mit-edyna-wartung-investitionen-und-notfallmanagement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/mit-edyna-hinter-den-kulissen-des-stromnetzes\/","title":{"rendered":"Mit Edyna hinter den Kulissen des Stromnetzes \u2013 zwischen Instandhaltung, Investitionen und Notfallmanagement"},"content":{"rendered":"<p>Sicherzustellen, dass das Stromnetz ohne Unterbrechungen funktioniert \u2013 auch bei Schnee, Sturm oder in abgelegenen Gebieten \u2013 ist eine Herausforderung, die Weitblick, technisches Know-how und au\u00dfergew\u00f6hnliche Teamarbeit erfordert.<\/p>\n<p>Kaum jemand wei\u00df das besser als\u00a0<strong>Klaus Leitner<\/strong>, Verantwortlicher Zone Ost bei Edyna, und\u00a0<strong>Manuel Pallhuber<\/strong>,\u00a0Teamleiter Bruneck\u00a0bei Edyna\u00a0\u2013<em>\u00a0<\/em>dem Unternehmen der Alperia Gruppe, das f\u00fcr die Stromverteilung in weiten Teilen S\u00fcdtirols zust\u00e4ndig ist\u00a0\u2013, die wir f\u00fcr unseren Artikel interviewt haben.<\/p>\n<p><strong>Strom f\u00fcr die Region \u2013 dank eines weit verzweigten Netzes<\/strong><\/p>\n<p>Das von Edyna im Osten S\u00fcdtirols betreute Stromnetz erstreckt sich vom Pustertal \u00fcber das Gr\u00f6dnertal bis ins Gadertal sowie von Barbian bis zum Brenner \u2013 mit Betriebsst\u00fctzpunkten in Sterzing, Waidbruck, Corvara und Bruneck. Dank dieser weit verzweigten Infrastruktur werden auch Gebiete mit Strom versorgt, die insbesondere bei ung\u00fcnstigen Wetterbedingungen schwer erreichbar sind. Gerade hier wird die Instandhaltung zum Herzst\u00fcck des Systems.<\/p>\n<p>\u201eWir betreuen das Mittel- und Niederspannungsnetz und tragen eine gro\u00dfe Verantwortung daf\u00fcr, eine kontinuierliche und sichere Versorgung zu gew\u00e4hrleisten\u201c, erkl\u00e4rt Leitner. \u201eDie Instandhaltung erfolgt t\u00e4glich \u2013 einerseits programmiert, andererseits nat\u00fcrlich auch reaktiv bei Notf\u00e4llen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Ordentliche Instandhaltung: Pr\u00e4vention und Technologie<\/strong><\/p>\n<p>Die erste S\u00e4ule der Strategie von Edyna bei der \u00dcberwachung des Stromnetzes ist die planm\u00e4\u00dfige Instandhaltung, die einem klar strukturierten Programm folgt. Zu den Ma\u00dfnahmen geh\u00f6ren:<\/p>\n<ul>\n<li>Freileitungen werden mit Drohnen, Hubschraubern und bei Lokalaugenscheinen inspiziert.<\/li>\n<li>In kritischen Zonen werden B\u00e4ume zur\u00fcckgeschnitten, um Sch\u00e4den an Leitungen zu vermeiden.<\/li>\n<li>In Umspannstationen werden elektrische Anlagen \u00fcberpr\u00fcft.<\/li>\n<li>Nicht isolierte Leitungen werden mit Erdkabeln oder wetterfesten Freileitungen ausgetauscht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>2024 wurden im Niederspannungsnetz nicht isolierte Freileitungen in der L\u00e4nge von 5 Kilometern ersetzt. Zudem wurde an der Erdverlegung von Mittelspannungsleitungen in strategischen Gebieten wie am Brenner und in Wiesen Pfitsch gearbeitet.<\/p>\n<p><strong>Au\u00dferordentliche Instandhaltung: Schnelle Reaktion auf unvorhersehbare Ereignisse<\/strong><\/p>\n<p>Extreme Wetterereignisse wie pl\u00f6tzliche Windst\u00fcrme, tagelanger Starkwind oder schwere Schneef\u00e4lle k\u00f6nnen gravierende Sch\u00e4den verursachen und das Stromnetz stark beanspruchen. Im letzten Jahr musste Edyna mehrere solcher Situationen bew\u00e4ltigen: Im Mai verursachte die Schneeschmelze einen Erdrutsch, der zwei Erdkabel zwischen Corvara und dem Gr\u00f6dnertal besch\u00e4digte. Im Juni lie\u00df eine Windhose bei Bruneck einen Baum auf eine Freileitung st\u00fcrzen. Dabei wurde auch die darunter verlaufende Bahnstrecke in Mitleidenschaft gezogen \u2013 der Netzbetrieb musste unterbrochen werden. Die Wiederherstellung konnte nur mit einem Hubschrauber durchgef\u00fchrt werden. \u201eOft l\u00f6st ein Schaden den n\u00e4chsten aus\u201c, berichtet Klaus Leitner. Wir erz\u00e4hlen euch im Video davon:<\/p>\n<p><iframe title=\"Un giorno con Alperia: dietro le quinte della rete elettrica\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/v0b30bVyub8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>\u201eEs ist entscheidend, Teams zu haben, die geschult und daran gew\u00f6hnt sind, sich auch unter schwierigsten Bedingungen schnell zu bewegen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Erneuerung und Investitionen: Ein widerstandsf\u00e4higes Netz<\/strong><\/p>\n<p>Neben der Instandhaltung treibt Edyna kontinuierlich Erneuerungsprojekte voran. Dazu geh\u00f6ren: die Erdverlegung einer Freileitung in Bergn\u00e4he bei St. Lorenzen; der endg\u00fcltige Austausch der 2021 eingest\u00fcrzten Freileitungen mit Erdkabeln in Plan de Gralba (Gr\u00f6dnertal) und Mauls (Gemeinde Freienfeld); Arbeiten zur Erh\u00f6hung der Widerstandsf\u00e4higkeit und Energiekapazit\u00e4t in St. Vigil in Enneberg und im Hochpustertal (Toblach\u2013Sexten); der Austausch veralteter Fernsteuerungssysteme durch modernste Technologien.<\/p>\n<p>\u201eJede Investition dient der Risikominimierung, der Effizienzsteigerung und der Sicherstellung der Versorgung auch unter extremen Bedingungen\u201c, erkl\u00e4rt der Experte. Und weiter: \u201eDie Entscheidung, veraltete Komponenten auszutauschen, ergibt sich aus den t\u00e4glichen Inspektionen: Entspricht ein Bauteil nicht mehr den Standards, wird der Eingriff geplant.\u201c<\/p>\n<p>Doch neben der Technik z\u00e4hlt auch der menschliche Aspekt: \u201eSicherheit hat oberste Priorit\u00e4t\u201c, betont Leitner. \u201eAlle Mitarbeitenden m\u00fcssen hervorragend ausgebildet sein. Deshalb f\u00fchren wir regelm\u00e4\u00dfige Schulungen durch \u2013 elektrotechnisches Wissen ist die Grundlage. Und wichtig ist auch der direkte Kontakt mit der Bev\u00f6lkerung, die sehr zu sch\u00e4tzen wei\u00df, dass unsere Kollegen bei jedem Wetter vor Ort sind.\u201c<\/p>\n<p><strong>Eine oft unsichtbare, aber unverzichtbare Arbeit<\/strong><\/p>\n<p>Technologien wie Fern\u00fcberwachung und Drohneneinsatz haben die Arbeitsweise grundlegend ver\u00e4ndert: weniger k\u00f6rperliche Belastung, daf\u00fcr mehr Pr\u00e4zision und Geschwindigkeit. Hinzu kommt der direkte Kontakt zu den Nutzern, die neue oder leistungsst\u00e4rkere Anschl\u00fcsse oder die Verlegung ihrer Anlagen ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>\u201eOft ist unsere Arbeit unsichtbar und still\u201c, sagt Leitner, \u201eaber hinter einem funktionierenden Stromnetz stehen strategische Planungen, h\u00f6chste Fachkompetenz, oft komplexe technische L\u00f6sungen und ein st\u00e4ndiger Dialog mit den lokalen Beh\u00f6rden. Umso gr\u00f6\u00dfer ist die Zufriedenheit, wenn ein Projekt abgeschlossen ist \u2013 f\u00fcr alle, die daran mitgewirkt haben.\u201c<\/p>\n<p>Die Sicherstellung der Stromversorgung \u2013 \u00fcberall und jederzeit \u2013 erfordert also t\u00e4glichen Einsatz f\u00fcr das Territorium und seine Menschen. Nur so kann ein konkreter Beitrag zur Lebensqualit\u00e4t, zur Sicherheit und zur Entwicklung der lokalen Gemeinschaften geleistet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sicherzustellen, dass das Stromnetz ohne Unterbrechungen funktioniert \u2013 auch bei Schnee, Sturm oder in abgelegenen Gebieten \u2013 ist eine Herausforderung, die Weitblick, technisches Know-how und au\u00dfergew\u00f6hnliche Teamarbeit erfordert. 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