{"id":31802,"date":"2025-07-31T15:40:19","date_gmt":"2025-07-31T13:40:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alperia.eu\/?p=31802"},"modified":"2025-08-05T17:17:50","modified_gmt":"2025-08-05T15:17:50","slug":"alperia-unterwegs-zu-net-zero-konkretes-engagement-fuer-eine-nachhaltige-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/alperia-unterwegs-zu-net-zero-konkretes-engagement-fuer-eine-nachhaltige-zukunft\/","title":{"rendered":"Alperia unterwegs zu Net Zero: Konkretes Engagement f\u00fcr eine nachhaltige Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>70 Prozent weniger Emissionen bis 2031. Net Zero bis 2040 \u2013 und damit zehn Jahre fr\u00fcher als die Europ\u00e4ische Union vorgibt. Das sind die Ziele, die sich Alperia im Einklang mit dem Klimaplan S\u00fcdtirol 2040 der Autonomen Provinz Bozen gesetzt hat. Den ambitionierten Weg verfolgt Alperia mit einer Strategie, die auf drei S\u00e4ulen fu\u00dft: konsequente Messung, international anerkannte Zielsetzungen, konkrete Ma\u00dfnahmen zur Dekarbonisierung.<\/p>\n<p>\u201eAls f\u00fchrender Energieversorger eines Territoriums, das bis 2040 Net Zero erreichen will, tragen wir eine gro\u00dfe Verantwortung. Das Engagement von Alperia dient keinem abstrakten Ziel, sondern folgt einem klaren Kurs aus Zahlen, Taten und strategischen Entscheidungen\u201c, erkl\u00e4rt <strong>Anna Carassai, Verantwortliche ESG Reporting &amp; Controlling bei Alperia.<\/strong><\/p>\n<p><iframe title=\"Alperia verso il Net Zero: un impegno concreto per il futuro sostenibile\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/E33bBbSqdC0?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<h2>Die Roadmap in Richtung Net Zero<\/h2>\n<p>In einem ersten Schritt auf dem Weg Richtung Net Zero hat Alperia eine solide Datenbasis geschaffen und ist 2023 die interne Emissionsbilanz angegangen. Die Grundlage daf\u00fcr bildet das GHG Protocol, der international anerkannte Standard zur Berechnung des CO\u2082-Fu\u00dfabdrucks. In diesem \u00e4u\u00dferst komplexen Vorgang mussten s\u00e4mtliche direkten und indirekten Emissionsquellen der Unternehmensgruppe ber\u00fccksichtigt werden: von der Energieerzeugung (Scope 1) \u00fcber den Stromverbrauch (Scope 2) bis hin zur gesamten Wertsch\u00f6pfungskette und den verkauften Produkten (Scope 3). Ziel war es, ein klares, pr\u00e4zises und aktuelles Bild der tats\u00e4chlichen Klimabelastung zu erhalten.<\/p>\n<p>\u201eIm n\u00e4chsten Schritt haben wir unsere Klimaziele von der Science Based Targets initiative (SBTi) \u2013 das einzige weltweit anerkannte Gremium, das die \u00dcbereinstimmung von Unternehmensstrategien mit den Pariser Klimaabkommen \u00fcberpr\u00fcft \u2013 validieren lassen\u201c, so Carassai. \u201eWir wollten nicht nur interne Ziele festlegen, sondern sicherstellen, dass sie die 1,5\u00b0C-Grenze der globalen Erw\u00e4rmung einhalten.\u201c<\/p>\n<p>Die validierten Ziele betreffen die Reduktion von Emissionen aus der Erzeugung und dem Verkauf von Strom und W\u00e4rme, mit Fokus auf Elektrifizierung und dem schrittweisen Ausstieg aus fossilen Energiequellen. Jede Business Unit der Gruppe erhielt dabei spezifische Reduktionsziele entsprechend ihrer T\u00e4tigkeiten.<\/p>\n<p>\u201eDer Transformationsplan l\u00e4uft in jedem einzelnen Bereich: von der Umstellung der Fernheizwerke \u00fcber die F\u00f6rderung erneuerbarer Energien bis hin zur Elektrifizierung der Fahrzeugflotte und zur energetischen Sanierung der Geb\u00e4ude\u201c, f\u00fchrt die Expertin aus. Und erg\u00e4nzt: \u201eMit dem Inkrafttreten der neuen europ\u00e4ischen Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) wird die Klimastrategie strukturell in unsere Finanzplanung integriert. Ziel ist es, den Fahrplan f\u00fcr Net Zero f\u00fcr Investoren, Stakeholder und lokale Gemeinschaften noch transparenter und messbarer zu gestalten.\u201c<\/p>\n<h2>Die ersten Ergebnisse<\/h2>\n<p>2024 wurden bereits konkrete Fortschritte erzielt: -5 % Gesamtemissionen gegen\u00fcber 2023,<strong> -34 % im Vergleich zu 2022<\/strong>, haupts\u00e4chlich durch Scope 3 (dank dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien und R\u00fcckgang des Erdgasabsatzes) und -18 % bei Scope 1 (dank sinkendem direkten Erdgasverbrauch).<\/p>\n<p>Eine der gr\u00f6\u00dften aktuellen Herausforderungen ist die Steigerung und <strong>Diversifizierung<\/strong> der Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen. Auch wenn die Wasserkraft das R\u00fcckgrat der S\u00fcdtiroler Energieversorgung ist, zwingt der Klimawandel mit h\u00e4ufigeren D\u00fcrren und unberechenbaren Jahreszeiten zum Ausbau neuer Technologien wie Photovoltaik und Windkraft. Diese sollen nicht nur Versorgungssicherheit gew\u00e4hrleisten, sondern das gesamte Produktionssystem widerstandsf\u00e4higer gegen\u00fcber Umweltver\u00e4nderungen machen. Der dahinterstehende <strong>Industrieplan 2023-2027<\/strong> sieht <strong>Investitionen von 1,14 Milliarden Euro<\/strong> vor, um die Position von Alperia in den strategischen Bereichen Wasserkrafterzeugung, Netzverteilung, Fernw\u00e4rme und Energietechnologie weiter zu st\u00e4rken.<\/p>\n<h2>Die Kompensation<\/h2>\n<p>Auf dem Weg zu Net Zero ist nur ein kleiner Teil an Kompensationen zugelassen \u2013 maximal 10 % f\u00fcr nicht vermeidbare Emissionen. Schon seit 2020 kompensiert Alperia die betrieblichen <strong>Emissionen aus Scope 1 und 2<\/strong> (nicht biogene Anteile) sowie <strong>teilweise Scope 3<\/strong>, insbesondere in Zusammenhang mit dem Verkauf von Erdgas an Endkunden. Dies geschieht \u00fcber den Ankauf zertifizierter Emissionsgutschriften am freiwilligen Kohlenstoffmarkt \u2013 mit strengen Auswahlkriterien. Finanziert werden beispielsweise Windkraftanlagen in Argentinien und Wasserkraftwerke in der T\u00fcrkei, die jeweils nach dem Standard Verra zum Ausgleich von Emissionen registriert sind.<\/p>\n<p>Alperia setzt ausschlie\u00dflich auf Zertifikate anerkannter internationaler Standards \u2013 wie Verra oder Gold Standard \u2013 und unterst\u00fctzt fallweise auch Projekte von UNICEF und anderen multilateralen Organisationen. \u201eJedes Projekt wird einer gr\u00fcndlichen Due Diligence Pr\u00fcfung unterzogen, die Standort, sozio\u00f6konomischen Kontext, eingesetzte Technologie, Co-Benefits (Umwelt, Soziales, Gesundheit), Qualit\u00e4t der Zertifikate und deren Ausgabezeitpunkt, der nicht l\u00e4nger als 10 Jahre zur\u00fcckliegen darf, ber\u00fccksichtigt. So gelingt es Alperia nicht nur, den verbleibenden Klimafu\u00dfabdruck zu neutralisieren, sondern auch weltweit die Energiewende zu unterst\u00fctzen und positive Impulse f\u00fcr lokale Gemeinschaften zu setzen\u201c, erkl\u00e4rt Carassai.<\/p>\n<h2>Im Mittelpunkt der Transformation: Die Menschen<\/h2>\n<p>Unverzichtbar f\u00fcr die Klimawende ist die aktive Einbindung der Mitarbeitenden von Alperia. Denn der Wandel ist nicht nur technischer, sondern auch kultureller Natur. Deshalb wurde das interne Programm <strong>\u201eFrag den Experten\u201c<\/strong> ins Leben gerufen \u2013 eine Reihe offener Gespr\u00e4che mit externen Fachleuten zu Themen wie Energie, Elektromobilit\u00e4t, Effizienz und Nachhaltigkeit. Das Ziel: Desinformation bek\u00e4mpfen und einen offenen, informierten Dialog f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich bietet Alperia zertifizierte Fachschulungen, insbesondere zum Energiemanagementsystem nach ISO 50001, sowie kompakte Lernimpulse zu relevanten Umweltthemen an.<\/p>\n<p>\u201eWir wollen keine Polarisierung, sondern Wissen auf breiter Basis aufbauen. Denn Nachhaltigkeit ist ein Gemeinschaftsprojekt, das bei den Menschen beginnt\u201c, so Carassai. Sie betont, dass angesichts geopolitischer Spannungen gerade jetzt datenbasierte Aufkl\u00e4rung notwendig sei. \u201eMit dem Fortschreiten der Wende befinden wir uns nun in dem, was man als die \u201aPubert\u00e4tsphase\u2018 des Klimawandels bezeichnen k\u00f6nnte: eine besonders herausfordernde Phase, die tiefgreifendere Ma\u00dfnahmen erfordert, w\u00e4hrend die wirtschaftlichen Ertr\u00e4ge weniger unmittelbar ausfallen. Doch mittel- und langfristig w\u00e4ren die Kosten einer unkontrollierten Klimakrise weitaus h\u00f6her. Deshalb d\u00fcrfen wir nicht nachlassen, sondern m\u00fcssen weiter auf eine gerechte und nachhaltige Wende hinarbeiten.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr diesen Weg wurde Alperia auch international gew\u00fcrdigt: Zum dritten Mal in Folge wurde das Unternehmen von der Financial Times unter Europe\u2019s Climate Leaders gew\u00e4hlt. Eine bedeutende Anerkennung, die die Wirksamkeit der Klimastrategie und das konkrete Engagement zur Emissionsreduktion belegt. \u201eWir sind im Ranking etwas zur\u00fcckgefallen, aber das ist normal: Immer mehr Unternehmen machen sich auf diesen Weg. F\u00fcr uns ist das ein Ansporn, uns weiter zu verbessern, auch in Sachen Kommunikation und Transparenz\u201c, erkl\u00e4rt Carassai.<\/p>\n<p>Nachhaltigkeit ist dabei weit mehr als ein Umweltziel: Sie ist Motor f\u00fcr Innovation, Resilienz und Wettbewerbsf\u00e4higkeit in ganz S\u00fcdtirol \u2013 und vor allem ein konkretes Versprechen an die kommenden Generationen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>70 Prozent weniger Emissionen bis 2031. Net Zero bis 2040 \u2013 und damit zehn Jahre fr\u00fcher als die Europ\u00e4ische Union vorgibt. Das sind die Ziele, die sich Alperia im Einklang mit dem Klimaplan S\u00fcdtirol 2040 der Autonomen Provinz Bozen gesetzt hat. 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