{"id":32979,"date":"2025-09-04T08:01:35","date_gmt":"2025-09-04T06:01:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alperia.eu\/?p=32979"},"modified":"2025-09-03T11:51:49","modified_gmt":"2025-09-03T09:51:49","slug":"ingenieurkunst-im-dienste-der-innovation-wasserstoff-als-schlusseltechnologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/ingenieurkunst-im-dienste-der-innovation-wasserstoff-als-schluesseltechnologie\/","title":{"rendered":"Ingenieurkunst im Dienste der Innovation: Wasserstoff als Schl\u00fcsseltechnologie"},"content":{"rendered":"<p>Innovation, Territorium, Energiewende. Der Bereich Engineering &amp; Consulting von Alperia steht im Mittelpunkt einer der ehrgeizigsten und notwendigsten Herausforderungen der <a href=\"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/energetische-diversifizierung-der-schluessel-zu-einer-nachhaltigen-zukunft\/?culture=de-DE\">\u00f6kologischen Wende<\/a>: den Aufbau einer Infrastruktur f\u00fcr gr\u00fcnen Wasserstoff, die die Mobilit\u00e4t der Zukunft tragen soll.<\/p>\n<p>Das Team ist in drei Bereiche gegliedert \u2013 Elektrotechnik, Mechanik und Prozesstechnik; Bau; Hydraulik, Umwelt und Simulation \u2013 und unterst\u00fctzt mit seiner Expertise die verschiedenen Business Units der Gruppe. Es begleitet Projekte in den Bereichen Wasserkraft, Fernw\u00e4rme und Energiespeicherung und deckt dabei den gesamten Projektzyklus ab: von der Machbarkeitsstudie bis zur Bauleitung. Wie bei den etablierteren Energieprojekten setzt das Team auch im Bereich Wasserstoff sein ingenieurtechnisches Know-how ein, um konkrete und zukunftsf\u00e4hige L\u00f6sungen zu entwickeln.<\/p>\n<h2>Ein gemeinsames Engagement<\/h2>\n<p>\u201eDer Fokus auf Wasserstoff ist kein Zufall. In S\u00fcdtirol, einem stark touristisch gepr\u00e4gten Transitgebiet, verursacht der Verkehr einen erheblichen Teil der CO\u2082-Emissionen. Deshalb engagiert sich die Autonome Provinz Bozen im Rahmen des Klimaplans S\u00fcdtirol f\u00fcr den Aufbau einer Wertsch\u00f6pfungskette f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/gruener-werden-die-schluesselrolle-von-wasserstoff\/?culture=de-DE\">gr\u00fcnen Wasserstoff<\/a> \u2013 ein Engagement, zu dem auch Alperia beitr\u00e4gt, sowohl im Bereich Wasserstoff f\u00fcr den Schwerverkehr als auch bei der Elektrifizierung\u201c, erkl\u00e4rt <strong>Karen Stocker<\/strong> aus dem Team Engineering von Alperia.<\/p>\n<p><iframe title=\"\ud83c\udf31 L&#039;ingegneria al servizio dell\u2019innovazione: la scommessa dell\u2019idrogeno verde! \ud83d\ude9b\ud83d\udca8\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/x2l0Y2YTjGc?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Weltweit steht Wasserstoff heute im Mittelpunkt der Strategien zur Energiewende, insbesondere f\u00fcr die sogenannten \u201ehard-to-abate\u201c-Sektoren wie den Schwerverkehr, die Stahl- und Chemieindustrie oder die saisonale Energiespeicherung. Trotz des wachsenden Interesses ist seine Nutzung im Vergleich zu seinem Potenzial jedoch noch marginal: Im Jahr 2023 erreichte die weltweite Nachfrage nach Wasserstoff 95 Millionen Tonnen, aber weniger als 2 % wurden durch Elektrolyse aus erneuerbaren Quellen, dem sogenannten \u201egr\u00fcnen Wasserstoff\u201c, hergestellt.<\/p>\n<p>Die EU-Strategie setzt genau hier an: Bis 2030 sollen 40 GW Elektrolysekapazit\u00e4t installiert werden, flankiert von weiteren 40 GW aus Importen. Auch Italien hat Investitionen gestartet und \u00fcber den NARP (PNRR) mehr als 3,6 Milliarden Euro f\u00fcr Infrastruktur und Anlagen vorgesehen. Der Ausbau bleibt aber bislang \u00fcberschaubar: Nur wenige Tankstellen sind in Betrieb, und auch die Gesetzgebung ist noch zersplittert.<\/p>\n<p>\u201eWasserstoff ist einer der Schl\u00fcssel f\u00fcr die Dekarbonisierung. Damit er jedoch tats\u00e4chlich zur treibenden Kraft wird, braucht es f\u00f6rdernde politische Ma\u00dfnahmen, eine Vereinfachung der Genehmigungsverfahren und ein stabilerer und st\u00e4rker gef\u00f6rderter Markt erforderlich\u201c, betont Stocker.<\/p>\n<h2>Konkrete Projekte: Bozen und Bruneck<\/h2>\n<p>Alperia arbeitet mit gr\u00fcnem Wasserstoff, der durch elektrochemische Wasserelektrolyse unter Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt wird. Ein Bereich, in dem die Innovation nie zum Stillstand kommt: Alperia hat einen <a href=\"https:\/\/www.alperia.eu\/alperia-e-unibz-insieme-per-la-sostenibilita\/\">Lehrstuhl<\/a> an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Ingenieurwesen der Freien Universit\u00e4t Bozen finanziert, der sich speziell der Beschleunigung der Wasserstoffforschung widmet, von der Produktion \u00fcber die Speicherung bis hin zur Verteilung.<\/p>\n<p>Alperia verfolgt zwei Hauptprojekte im Bereich Wasserstoff:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>den Bau einer Anlage zur Erzeugung von gr\u00fcnem Wasserstoff in Bozen S\u00fcd<\/strong> zusammen mit der S\u00fcdtiroler Nahverkehrsgesellschaft SASA, die aus erneuerbaren Energiequellen gespeist wird. Die Anlage wird eine Leistung von 4 MW haben und 800 kg Wasserstoff pro Tag f\u00fcr die Stadtbusflotte von SASA produzieren k\u00f6nnen. Die Arbeiten haben bereits begonnen, die Inbetriebnahme ist f\u00fcr Juni 2026 geplant. Eine vom NARP (PNRR) kofinanzierte Initiative, an der Alperia 49 % der Anteile h\u00e4lt.<\/li>\n<li><strong>eine Wasserstofftankstelle in Bruneck von Alperia Greenpower<\/strong> mit einer Kapazit\u00e4t von 800 kg pro Tag und drei Tankstellen f\u00fcr Busse, LKWs und PKWs. Auch hier handelt es sich um gr\u00fcnen Wasserstoff, erg\u00e4nzt durch zwei Ladestationen f\u00fcr Elektrofahrzeuge. Die Bauarbeiten haben im Juni 2024 begonnen, die Inbetriebnahme ist f\u00fcr Ende 2025 geplant, rechtzeitig zu den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina. Mit der Planung wurde IIT Hydrogen beauftragt, ein Unternehmen, an dem Alperia beteiligt ist.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Vorschriften, Herausforderungen und Chancen<\/h2>\n<p>Die Umsetzung dieser Projekte stie\u00df auf verschiedene Schwierigkeiten, insbesondere in Bezug auf Vorschriften und Genehmigungen. In Italien ist der Rechtsrahmen f\u00fcr Wasserstoff noch fragmentiert: \u201eDie erforderlichen Sicherheitsabst\u00e4nde, Brandschutzvorschriften und viele andere b\u00fcrokratische H\u00fcrden machen alles aufw\u00e4ndiger als in anderen L\u00e4ndern wie zum Beispiel im Nachbarland \u00d6sterreich\u201c, so die Expertin. Hinzu kommt die geringe Verbreitung der Tankinfrastruktur: Derzeit gibt es in Italien nur zwei betriebsbereite Tankstellen.<\/p>\n<p>Wasserstoff ist daher (noch) nicht die endg\u00fcltige Antwort, aber ein unverzichtbarer Baustein f\u00fcr die Dekarbonisierung des Schwerverkehrs und die Diversifizierung der Energieversorgung. Projekte wie die in Bozen und Bruneck nehmen die Zukunft vorweg und verleihen der Mission von Alperia Gestalt: Innovation f\u00fcr einen nachhaltigen Wandel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Innovation, Territorium, Energiewende. 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