{"id":40605,"date":"2026-02-10T14:56:03","date_gmt":"2026-02-10T13:56:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alperia.eu\/?p=40605"},"modified":"2026-02-10T14:56:03","modified_gmt":"2026-02-10T13:56:03","slug":"in-der-eu-erzeugen-wind-und-sonnenenergie-mehr-strom-als-fossile-brennstoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/in-der-eu-erzeugen-wind-und-sonnenenergie-mehr-strom-als-fossile-brennstoffe\/","title":{"rendered":"In der EU erzeugen Wind- und Sonnenenergie mehr Strom als fossile Brennstoffe"},"content":{"rendered":"<p>2025 hat Europa einen energiepolitischen Meilenstein erreicht: Erstmals erzeugten Solar- und Windkraft<strong> mehr Strom als fossile Brennstoffe<\/strong>. Dieser Trend ist kein kurzfristiger Effekt, sondern <strong>Ergebnis eines jahrelangen, konsequenten Ausbaus<\/strong> \u2013 ein Wandel, der messbare Vorteile f\u00fcr Klima, Wirtschaft und Versorgungssicherheit bringt.<\/p>\n<h2><strong>Der Energiemix in Europa: Zahlen, die den Wandel zeigen<\/strong><\/h2>\n<p>Im Jahr 2025 machten Wind und Sonne 30 Prozent der Stromerzeugung in der Europ\u00e4ischen Union aus. Kohle, Gas und andere fossile Brennstoffe kamen auf 29 Prozent. Damit haben Photovoltaik und Windkraft laut Daten der <a href=\"https:\/\/ember-energy.org\/latest-updates\/wind-and-solar-generated-more-power-than-fossil-fuels-in-the-eu-for-the-first-time-in-2025\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Umwelt-Denkfabrik Ember<\/a> die nicht erneuerbaren Energietr\u00e4ger in der Stromproduktion zum ersten Mal \u00fcberholt. Zusammen mit der Wasserkraft ist <strong>der europ\u00e4ische Strommix mittlerweile fast zur H\u00e4lfte erneuerbar<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Besonders dynamisch ist der <\/strong><strong>Ausbau von Wind- und Solarenergie<\/strong><strong>: <\/strong>Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich die Stromproduktion in der EU mehr als verdoppelt \u2013 der Anteil der Solarenergie allein hat sich mehr als vervierfacht. Und Statistiken der <a href=\"https:\/\/www.irena.org\/-\/media\/Files\/IRENA\/Agency\/Publication\/2025\/Dec\/IRENA_DAT_Off-grid_Renewable_Energy_Statistics_2025.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Internationalen Organisation f\u00fcr erneuerbare Energien<\/a> zeigen: Zwischen 2019 und 2024 wurden EU-weit \u00fcber 240 GW neue Wind- und Solarkapazit\u00e4ten installiert.<\/p>\n<p>Auch \u00fcber den Stromsektor hinaus zeigt sich der Trend: Im gesamten Energieverbrauch der EU \u2013 also inklusive W\u00e4rme und Verkehr \u2013 liegt der Anteil erneuerbarer Energien inzwischen bei <strong>\u00fcber 25 Prozent<\/strong>, mit weiter steigender Tendenz.<\/p>\n<h2><strong>Europa und die USA: Zwei unterschiedliche Entwicklungspfade<\/strong><\/h2>\n<p>Im Vergleich mit den USA zeigen sich zwei unterschiedliche Dynamiken: Die <strong>Vereinigten Staaten<\/strong> bauen erneuerbare Energien weiterhin mit hoher Geschwindigkeit aus, insbesondere im <a href=\"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/il-futuro-del-fotovoltaico-tra-sfide-aperte-e-opportunita-in-crescita\/\">Solarbereich<\/a>. 2024 produzierten amerikanische Photovoltaikanlagen um 64 TWh mehr Strom als im Jahr davor (China: +250 TWh, EU: +53 TWh). Doch trotz wachsender Kapazit\u00e4ten liegt der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in den USA bei rund 23<strong> Prozent.<\/strong> Fossile Energietr\u00e4ger machen mit 59 Prozent weiterhin den gr\u00f6\u00dften Teil des Strommixes aus.<\/p>\n<p>In <strong>Europa<\/strong> wirkt sich der Ausbau der erneuerbaren Energien \u2013 2024 kamen 72 GW dazu, in den USA waren es 43 GW, in China 373 GW \u2013<strong> deutlich st\u00e4rker auf die Struktur des Energiesystems aus<\/strong>. Erneuerbare ersetzen zunehmend die fossile Stromerzeugung und erreichen inzwischen, wie erw\u00e4hnt, nahezu die H\u00e4lfte der gesamten Stromproduktion.<\/p>\n<p>Der Unterschied liegt somit weniger im Tempo des Ausbaus als in dessen Wirkung: W\u00e4hrend die USA erneuerbare Energien auf ein weiterhin fossildominiertes Energiesystem aufsetzen, ver\u00e4ndert Europa bereits grundlegend seinen Strommix.<\/p>\n<h2><strong>Ausbau der Erneuerbaren: Messbare Vorteile und klare Signale<\/strong><\/h2>\n<ul>\n<li><strong>Weniger Emissionen:<\/strong> Der steigende Anteil erneuerbarer Energien wirkt sich direkt auf die Emissionen und die Erreichung der europ\u00e4ischen Klimaziele aus. Seit 2019 sind die CO2-Emissionen aus der Stromerzeugung in der EU um knapp ein Viertel gesunken, hat die <a href=\"https:\/\/www.eea.europa.eu\/en\/analysis\/indicators\/greenhouse-gas-emission-intensity-of-1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europ\u00e4ische Umweltagentur<\/a> Gegen\u00fcber 2007 haben sie sich halbiert.<\/li>\n<li><strong>Mehr Unabh\u00e4ngigkeit:<\/strong> Erneuerbare Energien werden \u00fcberwiegend lokal erzeugt. Das <a href=\"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/italien-und-die-energieunabhaengigkeit-was-tut-sich\/\">reduziert die Abh\u00e4ngigkeit<\/a> von Energieimporten und geopolitische Risiken und st\u00e4rkt die Versorgungssicherheit und regionale Wertsch\u00f6pfung.<\/li>\n<li><strong>Mehr Investitionen:<\/strong> Dass erneuerbare Energien fossile Brennstoffe im Strommix \u00fcberholen, ist auch ein wirtschaftliches Signal. Investitionen verlagern sich zunehmend in gr\u00fcne Infrastruktur: Erzeugungsanlagen, Stromnetze, Speicherl\u00f6sungen. Europa positioniert sich damit als verl\u00e4sslicher Markt f\u00fcr langfristige, nachhaltige Energieinvestitionen.<\/li>\n<li><strong>Stabilere Strompreise:<\/strong> Erneuerbare Energien tragen zur Preisstabilit\u00e4t bei. Sie sind unabh\u00e4ngig von internationalen Rohstoffm\u00e4rkten und reduzieren die Volatilit\u00e4t, die bei Gas und \u00d6l typisch ist. Langfristig sorgt das f\u00fcr besser planbare Stromkosten.<\/li>\n<li><strong>Teilhabe vor Ort:<\/strong> Die Energiewende wird zunehmend dezentral. Lokale Projekte wie erneuerbare Energiegemeinschaften oder gemeinschaftliche Photovoltaikanlagen erm\u00f6glichen es B\u00fcrgern, Energie aktiv zu gestalten und auch wirtschaftlich teilzuhaben.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>Offene Herausforderungen: Netze, Speicher, Rahmenbedingungen<\/strong><\/h2>\n<p>Trotz der positiven Entwicklung bleiben zentrale Aufgaben bestehen. Der weiter wachsende Anteil erneuerbarer Energien erfordert <strong>intelligente und flexible Stromnetze<\/strong>, die die <a href=\"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/strompreise-im-wandel-ein-schritt-richtung-energiemarkt-der-zukunft\/\">schwankende Einspeisung aus Wind- und Solaranlagen<\/a> zuverl\u00e4ssig steuern k\u00f6nnen. Gleichzeitig gewinnen <a href=\"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/speichersysteme-das-stille-herz-der-energiewende\/\">Speicherl\u00f6sungen<\/a> zunehmend an Bedeutung, um \u00fcbersch\u00fcssige Energie nutzbar zu machen und die Versorgungssicherheit auch in Zeiten geringer Erzeugung zu gew\u00e4hrleisten. Ebenso entscheidend sind <strong>klare, vereinfachte Genehmigungs- und F\u00f6rderverfahren<\/strong>, damit neue Projekte schneller geplant und umgesetzt werden k\u00f6nnen und der Ausbau erneuerbarer Energien weiter an Fahrt aufnimmt.<\/p>\n<p><strong>Alperia setzt genau an diesen Punkten an:<\/strong> Die Unternehmensgruppe investiert kontinuierlich in die <strong>Modernisierung und Digitalisierung der Netzinfrastruktur<\/strong>, entwickelt Speicherl\u00f6sungen weiter und begleitet Energieprojekte vor Ort von der Planung bis zur Umsetzung. Ziel ist es, <a href=\"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/der-weg-zur-energiewende\/\">die Energiewende<\/a> nicht nur technisch voranzubringen, sondern sie auch praktikabel, effizient und regional verankert zu gestalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2025 hat Europa einen energiepolitischen Meilenstein erreicht: Erstmals erzeugten Solar- und Windkraft mehr Strom als fossile Brennstoffe. 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