{"id":42814,"date":"2026-03-21T07:30:08","date_gmt":"2026-03-21T06:30:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alperia.eu\/?p=42814"},"modified":"2026-03-23T09:23:12","modified_gmt":"2026-03-23T08:23:12","slug":"wurzeln-schlagen-wie-wald-klimafit-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wurzeln-schlagen-wie-wald-klimafit-wird\/","title":{"rendered":"Wurzeln schlagen: Wie Wald klimafit wird"},"content":{"rendered":"<p>Jedes Jahr am <strong>21. M\u00e4rz<\/strong> erinnert der <strong>Internationale Tag des Waldes<\/strong> daran, was allzu oft als selbstverst\u00e4ndlich betrachtet wird: die stillen Dienste der W\u00e4lder. Sie regulieren das Klima, sch\u00fctzen den Boden, sichern die Wasserversorgung und sind Lebensraum f\u00fcr unz\u00e4hlige Tier- und Pflanzenarten. Doch sie stehen weltweit unter zunehmendem Druck.<\/p>\n<p>2026 steht der Internationale Tag des Waldes unter dem Motto <strong>\u201eW\u00e4lder und Wirtschaft\u201c<\/strong>. Die Botschaft dahinter ist dringend: Gesunde W\u00e4lder sind wirtschaftlich unverzichtbar \u2013 aber keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. F\u00fcr Alperia ist der Schutz des Waldes kein abstraktes Nachhaltigkeitsziel, sondern ein konkretes Anliegen.<\/p>\n<h2><strong>Der Wald als Lebensgrundlage<\/strong><\/h2>\n<p>W\u00e4lder bedecken heute noch rund <strong>30 Prozent der Erdoberfl\u00e4che<\/strong> und nehmen etwa ein Drittel der globalen CO2-Emissionen auf. Laut Sch\u00e4tzungen des <a href=\"https:\/\/www3.weforum.org\/docs\/WEF_New_Nature_Economy_Report_2020.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weltwirtschaftsforums<\/a> h\u00e4ngt die H\u00e4lfte des weltweiten\u00a0Bruttoinlandsprodukts \u2013\u00a0rund 38 Billionen Euro \u2013 direkt oder indirekt von der Natur ab. Der <a href=\"https:\/\/www.fao.org\/international-day-of-forests\/en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen<\/a> zufolge nutzen bis zu 5,8 Milliarden Menschen Waldressourcen f\u00fcr ihren Lebensunterhalt; \u00fcber zwei Milliarden Menschen verwenden Holz als wichtige Energiequelle zum Kochen oder Heizen.<\/p>\n<p>Auch in <strong>S\u00fcdtirol<\/strong>, wo Alperia als Energiedienstleister tief verwurzelt ist, ist der Wald noch dichter Teil des Alltags. Rund <strong>50 Prozent der Landesfl\u00e4che<\/strong> sind von Wald bedeckt. <strong>58 Prozent davon<\/strong> sind als Schutzwald klassifiziert: Sie sch\u00fctzen Siedlungen, Verkehrswege und Infrastrukturen direkt vor Lawinen, Steinschlag und Erdrutschen.<\/p>\n<h2><strong>Engagement mit Wurzeln: Alperia f\u00fcr den Wald<\/strong><\/h2>\n<p>Mitten in S\u00fcdtirols Berglandschaft betreibt Alperia 35 Wasserkraftwerke und mehrere Stauseen. Der Wald ist f\u00fcr das Unternehmen nicht nur \u00f6kologisch relevant \u2013 er ist auch betrieblich unverzichtbar. <strong>Stabile Waldbest\u00e4nde oberhalb von Kraftwerken und Staubecken<\/strong> sch\u00fctzen Infrastrukturen und sichern den Betrieb. Wenn W\u00e4lder absterben oder durch Naturereignisse zerst\u00f6rt werden, entstehen Risiken \u2013 f\u00fcr die Natur, f\u00fcr die Menschen, f\u00fcr die Energieversorgung.<\/p>\n<p>Aus dieser \u00dcberzeugung heraus hat Alperia 2025 ein <a href=\"https:\/\/www.alperiagroup.eu\/de\/alperia-und-autonome-provinz-bozen-gemeinsam-fuer-den-schutz-der-suedtiroler-waelder\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kooperationsabkommen<\/a><strong> mit der Autonomen Provinz Bozen<\/strong> unterzeichnet. Ziel ist die konkrete Unterst\u00fctzung des <strong>Waldfonds S\u00fcdtirol<\/strong>. Im Dreijahreszeitraum <strong>2025\u20132027<\/strong> investiert Alperia <strong>j\u00e4hrlich <\/strong><strong>25.000 Euro<\/strong><strong> in den Fonds<\/strong>. Die Mittel werden gezielt f\u00fcr Wiederaufforstung, Biodiversit\u00e4tsf\u00f6rderung und Bodenstabilisierung eingesetzt.<\/p>\n<h2><strong>Aufforstung im Vinschgau: Das erste Projekt unter dem Waldfonds<\/strong><\/h2>\n<p>\u201eNach unserem <a href=\"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/giornata-internazionale-delle-foreste-difendiamo-il-nostro-polmone-verde\/\">Pilotprojekt in L\u00fcsen<\/a> war f\u00fcr uns von Anfang an klar, dass es keine einmalige Aktion sein sollte\u201c, erkl\u00e4rt <strong>Thomas Trienbacher<\/strong><strong>, Verantwortlicher <\/strong><strong>Sustainability Projects &amp; Stakeholder Management<\/strong><strong>. Er betreut die Zusammenarbeit mit dem Land und erkl\u00e4rt:<\/strong> \u201eWir wollen keine On-off-Projekte. Unser Ansatz ist, langfristige Partnerschaften aufzubauen \u2013 damit beide Seiten wissen, dass es weitergeht, und wirklich etwas bewegt werden kann.\u201c Die Dreijahresvereinbarung mit dem Land ist Ausdruck genau dieser Haltung.<\/p>\n<p>Im <strong>Vinschgau<\/strong> nimmt die Partnerschaft zugunsten des Waldes Gestalt an. Am N\u00f6rdersberg \u2013 am Hang \u00fcber Schlanders und Laas \u2013 hat der Borkenk\u00e4fer in den Jahren 2022 und 2023 verheerende Sch\u00e4den hinterlassen. Vorgeschw\u00e4cht durch Schneedruckereignisse und einen besonders trockenen Sommer, starben gro\u00dfe Teile der hochmontanen Fichten- und L\u00e4rchenbest\u00e4nde ab. Zur\u00fcck blieben ausgedehnte Kahlfl\u00e4chen an steilen H\u00e4ngen \u2013 mit all den damit verbundenen Risiken f\u00fcr Erosion, Rutschungen und Hochwasser.<\/p>\n<h2><strong>Der Mix macht den Wald klimafit<\/strong><\/h2>\n<p>Hier setzt das <a href=\"https:\/\/forstdienst.provinz.bz.it\/de\/wald-holz\/waldfonds-2025-1-schlanders-laas\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">erste konkrete Aufforstungsprojekt<\/a> an, das \u00fcber den Waldfonds mit dem ersten 25.000-Euro-Beitrag von Alperia finanziert wird. Der Landesforstdienst bringt auf ausgew\u00e4hlten Fl\u00e4chen gezielt fehlende Mischbaumarten ein \u2013 angepasst an die sich ver\u00e4ndernden klimatischen Bedingungen. \u201eEs geht darum, den Schutzwald widerstandsf\u00e4higer und klimafit zu machen\u201c, erkl\u00e4rt Thomas Trienbacher. Denn der Klimawandel verschiebt die H\u00f6henstufen: Was gestern Fichten- und L\u00e4rchengebiet war, ist morgen Lebensraum f\u00fcr w\u00e4rmeliebende Laubb\u00e4ume. Diesem Wandel wird das Projekt aktiv Rechnung getragen.<\/p>\n<p>Gepflanzt werden vor allem <strong>Bergahorn, Vogelbeere, Linden, Eichen und Kastanien<\/strong> in den tieferen Lagen. Weiter oben kommen auch Nadelbaumarten hinzu \u2013 darunter <strong>die seltene <\/strong><strong>Vinschger Trockentanne<\/strong>, eine lokale Spezialform der Wei\u00dftanne, die in dieser Zone traditionell heimisch war. Da auf diesen Fl\u00e4chen bereits Samenb\u00e4ume dieser Art fehlen, werden die neu angepflanzten Exemplare auch als <strong>Mutterbauminseln<\/strong> bezeichnet \u2013 sie sollen die Grundlage f\u00fcr k\u00fcnftige Waldgenerationen legen.<\/p>\n<p>Insgesamt entstehen <strong>drei eingez\u00e4unte Aufforstungsfl\u00e4chen<\/strong>. Jede Fl\u00e4che misst rund 50 mal 50 Meter und wird mit einem wilddichten Zaun gesichert, um die Jungpflanzen vor Wildverbiss zu sch\u00fctzen. Die <strong>Gesamtfl\u00e4che betr\u00e4gt rund 7.500 Quadratmeter<\/strong>.<\/p>\n<h2><strong>Community Investment: Zur\u00fcckgeben, was das Territorium tr\u00e4gt<\/strong><\/h2>\n<p>Das Waldengagement ist Teil eines breiteren Ansatzes des <strong>Community Investment<\/strong>: Alperia investiert in Projekte, die dem Territorium zugutekommen, in dem das Unternehmen t\u00e4tig ist und aus dem es seine Energie sch\u00f6pft. \u201eIm Community Investment ist es unser Ziel, Projekte zu f\u00f6rdern, die effektiv im Sinne der Allgemeinheit sind \u2013 und die zu uns als Unternehmen passen, das in und mit diesem Territorium arbeitet\u201c, sagt Thomas Trienbacher. \u201eBeim Wald ist dieser Zusammenhang besonders klar: Der Wald sch\u00fctzt das Land, und das Land ist die Grundlage unserer Arbeit.\u201c<\/p>\n<p>Neben der finanziellen Beteiligung am Waldfonds S\u00fcdtirol sollen auch <strong>Mitarbeitende von Alperia aktiv werden k\u00f6nnen \u2013 und, wie in L\u00fcsen, an <\/strong><a href=\"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/mit-voller-energie-fuer-die-bewahrung-der-oekosysteme\/\">Aufforstungsma\u00dfnahmen<\/a><strong> beteiligen<\/strong>. Pflanzaktionen sind dabei ein konkreter Ausdruck des Anspruchs, Nachhaltigkeit nicht nur zu kommunizieren, sondern zu leben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jedes Jahr am 21. M\u00e4rz erinnert der Internationale Tag des Waldes daran, was allzu oft als selbstverst\u00e4ndlich betrachtet wird: die stillen Dienste der W\u00e4lder. Sie regulieren das Klima, sch\u00fctzen den Boden, sichern die Wasserversorgung und sind Lebensraum f\u00fcr unz\u00e4hlige Tier- und Pflanzenarten. 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