{"id":7194,"date":"2023-10-24T09:46:03","date_gmt":"2023-10-24T07:46:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alperia.eu\/come-crescere-generazioni-sostenibili\/"},"modified":"2024-12-04T11:41:27","modified_gmt":"2024-12-04T10:41:27","slug":"nachhaltige-generationen-grossziehen-aber-wie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/nachhaltige-generationen-grossziehen-aber-wie\/","title":{"rendered":"Nachhaltige Generationen gro\u00dfziehen. Aber wie?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Nachhaltigkeit ohne die Einbeziehung der jungen Generation ist undenkbar. Aber um junge Menschen zu erziehen, die sich bewusst und entschlossen f\u00fcr das Klima einsetzen, ist Bildung entscheidend.<\/strong><\/p>\n<p>Die Jungen und M\u00e4dchen von heute werden in viel st\u00e4rkerem Ma\u00dfe als fr\u00fchere Generationen mit extremen Wetterereignissen konfrontiert sein: Hitzewellen werden siebenmal h\u00e4ufiger vorkommen, \u00dcberschwemmungen von Fl\u00fcssen und Missernten dreimal wahrscheinlicher sein, Br\u00e4nde werden sich verdoppeln. Ganz zu schweigen von den Auswirkungen der \u00d6ko-Angst, die vor allem bei den J\u00fcngsten zu sp\u00fcren ist.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang ist <strong>die Bildung<\/strong> ein wirksames Mittel, um die Energiewende zu beschleunigen. Laut einer von der OECD (Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) zitierten Studie kann die <strong>16 %-Quote der Jungen und M\u00e4dchen, die angemessen zum Thema Klimawandelt geschult werden, bis 2050 zu einer Verringerung der Kohlenstoffemissionen um 19 Gigatonnen f\u00fchren<\/strong>. Wir sprechen hier von der H\u00e4lfte der Kohlenstoffemissionen, die weltweit im Jahr 2019 erzeugt wurden. Dar\u00fcber hinaus, so geht die OECD in einer <a href=\"https:\/\/www.oecd.org\/education\/school\/early-learning-and-child-well-being-study\/International_Early_Learning_and_Child_Well-being_Study_Summary.pdf?_ga=2.44845100.946959306.1696856321-347501941.1696856321\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">aktuellen Studie<\/a> weiter, ist es bei Kindern von entscheidender Bedeutung, von klein auf in die Nachhaltigkeitserziehung zu investieren, denn \u201e<em>die kognitiven und sozio-emotionalen F\u00e4higkeiten, die Kinder in den ersten Lebensjahren entwickeln, haben einen dauerhaften Einfluss auf die sp\u00e4teren Ergebnisse w\u00e4hrend der Schulzeit und im Erwachsenenalter<\/em>\u201c. Doch das ist nicht alles: Die Arbeit mit Kleinkindern ist auch deshalb wichtig, weil Kinder das Verhalten ihrer Eltern beeinflussen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Doch es gibt ein Aber: Fast die H\u00e4lfte (47 %) der nationalen Lehrpl\u00e4ne enth\u00e4lt keinen Hinweis auf den Klimawandel<\/strong>, wie eine UNESCO-Umfrage, die in<strong> 100 L\u00e4ndern<\/strong> durchgef\u00fchrt wurde, erwiesen hat. Die L\u00e4nder, die diesen Inhalt am ehesten in den Lehrpl\u00e4nen aufnehmen, sind paradoxerweise diejenigen, die in den Regionen liegen, die am meisten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind und gleichzeitig am wenigsten zu den Emissionen beitragen! Rund 40 % der Lehrpersonen gaben zwar an, dass sie die kognitiven Dimensionen des Klimawandels unterrichten, aber nur ein F\u00fcnftel konnte best\u00e4tigen, dass sie gut erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, wie man sich verhalten soll. Nur 55 % der Lehrpersonen erkl\u00e4rten, dass sie vor dem Dienstantritt oder w\u00e4hrend ihrer Dienstzeit \u00adzum Thema Klimawandel und nachhaltige Lebensweise geschult wurden, und <strong>weniger als 50 % berichteten, dass ihre Schule \u00fcber einen Klimaaktionsplan verf\u00fcgt<\/strong>. Den Klimawandel in den Mittelpunkt der Bildungsangebote und -praxis zu stellen, ist ein Thema, das deutlich mehr Engagement verdient.<\/p>\n<p>Mit dem Ziel, den Beitrag der Bildung zum Aufbau einer gerechteren und nachhaltigeren Welt zu st\u00e4rken, hat die UNESCO das Weltaktionsprogramm <a href=\"https:\/\/unesdoc.unesco.org\/ark:\/48223\/pf0000379488\/PDF\/379488ger.pdf.multi\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eBildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung f\u00fcr das Erreichen der SDGs\u201c<\/a> (BNE 2030) lanciert, d.h. einen Prozess des <strong>lebenslangen Lernens<\/strong>, der integraler Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Bildung ist und darauf abzielt, die Dimension des kognitiven, sozio-emotionalen und verhaltensbezogenen Lernens zu verbessern. Es handelt sich um einen ganzheitlichen und transformativen Prozess, der auf <strong>Elementen der P\u00e4dagogik und der Umwelterziehung <\/strong>basiert und f\u00fcnf Priorit\u00e4ten umfasst:<\/p>\n<ol>\n<li>Integration von BNE in die globale, regionale und nationale Politik f\u00fcr Bildung und nachhaltige Entwicklung<\/li>\n<li>St\u00e4rkung der M\u00f6glichkeiten zur Kompetenzentwicklung von Lehrenden<\/li>\n<li>F\u00f6rderung von M\u00f6glichkeiten zum Engagement und zur Mobilisierung junger Menschen<\/li>\n<li>Bef\u00e4higung lokaler Gemeinschaften als \u201ezentrale Aktionsplattform\u201c f\u00fcr alle Handlungsfelder<\/li>\n<li>Transformation der Lehr- und Lernumgebungen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Um den neuen Bed\u00fcrfnissen des Planeten gerecht zu werden, muss sich auch die Bildung ver\u00e4ndern. Ein spielerischer Ansatz k\u00f6nnte funktionieren: Im Spiel k\u00f6nnen Jungen und M\u00e4dchen mit Hilfe eines herausforderungs- und l\u00f6sungsorientierten Lernansatzes mehr \u00fcber Nachhaltigkeitsthemen lernen. Das Spiel ist \u00fcbrigens entscheidend f\u00fcr die Entwicklung von Kompetenzen. Man kann mit der Liebe zur Natur beginnen, dann an individuellen Ma\u00dfnahmen und schlie\u00dflich am eigenen Beitrag zum systemischen Wandel arbeiten.<\/p>\n<p>Italien scheint die Bedeutung der Umweltbildung erkannt zu haben: <strong>Seit 2020<\/strong> <strong>ist die Aufkl\u00e4rung \u00fcber den Klimawandel in allen italienischen Schulen als Teil der gesellschaftlichen Bildung obligatorisch<\/strong>. Das Gesetz 92\/2019 f\u00fchrte in allen Schulen im ersten und zweiten Bildungszyklus den f\u00e4cher\u00fcbergreifenden Lernbereich \u201egesellschaftliche Bildung\u201c ein. Dieser Lernbereich soll die Entwicklung von Wissen und Kenntnissen in diesem Bereich, einschlie\u00dflich der staatsb\u00fcrgerlichen und \u00f6kologischen Aspekte der Gesellschaft, unterst\u00fctzen. Dar\u00fcber hinaus gibt es verschiedene Initiativen zur Ausbildung des Lehrpersonals und zur Sensibilisierung der \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr diese Themen.<\/p>\n<p>In S\u00fcdtirol organisiert die Landesagentur f\u00fcr Umwelt und Klimaschutz kostenlos f\u00fcr Schulklassen <strong>interaktive Ausstellungen, Aktionen, Workshops mit Lernstationen<\/strong>, die sich an den lokalen Gegebenheiten orientieren und gleichzeitig Umweltthemen von globaler Relevanz aufgreifen: vom bewussten Konsum bis zum Wert von Lebensmitteln, von den Auswirkungen von Mikroplastik bis zur L\u00e4rmbek\u00e4mpfung. Und auch <strong>Unternehmen<\/strong> k\u00f6nnen viel tun: Alperia organisiert zum Beispiel Aktivit\u00e4ten in den Schulen oder \u201eTage der offenen T\u00fcr\u201c in Kraftwerken, bei denen die Besucher aus erster Hand erfahren k\u00f6nnen, wie gr\u00fcne Energie erzeugt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachhaltigkeit ohne die Einbeziehung der jungen Generation ist undenkbar. 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