{"id":7285,"date":"2023-07-17T10:38:49","date_gmt":"2023-07-17T08:38:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alperia.eu\/oceani-liberiamoli-dalle-microplastiche\/"},"modified":"2024-12-04T09:20:22","modified_gmt":"2024-12-04T08:20:22","slug":"lasst-uns-die-ozeane-von-mikroplastik-befreien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/lasst-uns-die-ozeane-von-mikroplastik-befreien\/","title":{"rendered":"Lasst uns die Ozeane von Mikroplastik befreien"},"content":{"rendered":"<p>Es spielt keine Rolle, wo wir wohnen, ob in den Bergen oder an der K\u00fcste: <strong>Die Ozeane sind f\u00fcr unser aller Leben von grundlegender Bedeutung.<\/strong> Und dennoch sind sie in Gefahr. Auf der Hauptanklagebank sitzt <strong>Mikroplastik.<\/strong><\/p>\n<p>Mehr als 5.000 Milliarden Teilchen verseuchen der UNO zufolge unsere Meere, gef\u00e4hrden die Meeresfauna und f\u00fcgen dem \u00d6kosystem schwerste Sch\u00e4den zu. Auch in diesem Jahr wurde der 8. Juni zum <strong>Welttag der Ozeane<\/strong> ernannt, um anzuregen, \u00fcber die Vorteile dieses au\u00dfergew\u00f6hnlichen \u00d6kosystems nachzudenken, und nachhaltigere Methoden f\u00fcr den Umgang damit einzuleiten.<\/p>\n<p><strong>Wert der Ozeane<\/strong><\/p>\n<p>Die Ozeane bedecken 70\u00a0% der Erdoberfl\u00e4che, <strong>liefern 50\u00a0% des Sauerstoffs,<\/strong> den wir atmen, <strong>absorbieren zirka 30\u00a0% des vom Menschen erzeugten Kohlendioxids<\/strong> und mindern dadurch die Auswirkungen der globalen Erw\u00e4rmung auf die Erde. Sie bieten mehr als 200.000 Tierarten ein Zuhause, sch\u00fctzen unsere K\u00fcsten und garantieren <strong>5\u00a0% des weltweiten BIP<\/strong> mit einem Umsatz von 3.000 Milliarden Dollar pro Jahr. Die Fischereiindustrie besch\u00e4ftigt direkt oder indirekt mehr als 200 Millionen ArbeitnehmerInnen, und mehr als eine Milliarde Menschen h\u00e4ngt in puncto Ern\u00e4hrung und Wirtschaft von den Arten rund ums Korallenriff ab. All dies wird durch die durch Kunststoff hervorgerufene Umweltverschmutzung ernsthaft aufs Spiel gesetzt.<\/p>\n<p><strong>Auswirkungen von Mikroplastik<\/strong><\/p>\n<p>40 % der Weltozeane leiden unter den negativen Auswirkungen der menschlichen T\u00e4tigkeiten, allen voran unter der <strong>Umweltverschmutzung,<\/strong> gefolgt von der \u00dcberfischung und dem Verlust der nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4ume entlang der K\u00fcsten. <strong>Die Kunststoffmenge erh\u00f6hte sich in den letzten 40 Jahren erheblich:<\/strong> Insgesamt schwimmen mehr als 170.000 Milliarden Kunststoffteilchen auf der Wasseroberfl\u00e4che, die ein Gesamtgewicht von 2,3 Millionen t besitzen. Bis 2040 soll sich die Geschwindigkeit, mit der diese abtauchen, einer in der Zeitschrift <a title=\"Plos Magazine\" href=\"https:\/\/journals.plos.org\/plosone\/article?id=10.1371\/journal.pone.0281596\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Plos<\/a> ver\u00f6ffentlichten Studie zufolge fast verdreifachen.<\/p>\n<p>Laut WWF landen jedes Jahr allein <strong>8 <\/strong>Millionen<strong> Kunststoffabf\u00e4lle im Meer.<\/strong> Eine vor Kurzem in <a title=\"Nature Ecology &amp; Evolution\" href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41559-023-02013-z?utm_medium=affiliate&amp;utm_source=commission_junction&amp;utm_campaign=CONR_PF018_ECOM_GL_PHSS_ALWYS_DEEPLINK&amp;utm_content=textlink&amp;utm_term=PID100384925&amp;CJEVENT=3fcb371af7a011ed82bb0e4b0a18ba72\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Natur Ecology &amp; Evolution<\/a> ver\u00f6ffentlichte Studie beweist zudem, dass <strong>Mikroplastik au\u00dfer dem Mikrobiom der Fische auch das der Seev\u00f6gel ver\u00e4ndern<\/strong> und Plastikose verursachen kann, eine Krankheit, die zur Narbenbildung im Verdauungstrakt der Tiere, die Plastik gefressen haben, f\u00fchrt. Auf Mikroplastik sammeln sich Viren, Algen und kleine Larven an, die, wenn sie von Fischen oder Seev\u00f6geln verschluckt werden, \u00e4u\u00dferst sch\u00e4dlich sein und sogar die Hirnzellen sch\u00e4digen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Globale Ziele<\/strong><\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen so schnell wie m\u00f6glich handeln, um die Gesundheit der Ozeane wiederherzustellen, deren Belastung durch Mikroplastik einzuschr\u00e4nken und die vom Menschen verursachten Auswirkungen auf den Klimawandel zu bremsen.<\/p>\n<p>Seit einigen Jahren engagieren sich die Regierungschefs aller Welt auf globaler Ebene daf\u00fcr, bis 2030 30\u00a0% der weltweiten Land- und Meeresfl\u00e4che zu sch\u00fctzen. Auch die UNO hat ein spezifisches Ziel f\u00fcr die Ozeane ausgerufen: <strong>Mit dem Nachhaltigkeitsziel Nr. 14<\/strong> wird angestrebt, <strong>\u201eOzeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung zu erhalten und nachhaltig zu nutzen\u201c.<\/strong> Insbesondere sollen unter anderem bis 2025 alle Arten der Meeresverschmutzung vermieden und erheblich verringert werden, und bis 2030 sollen die sich aus der nachhaltigen Nutzung der Meeresressourcen ergebenden wirtschaftlichen Vorteile f\u00fcr die kleinen Inselentwicklungsl\u00e4nder und die am wenigsten entwickelten L\u00e4nder erh\u00f6hen, namentlich durch nachhaltiges Management der Fischerei, der Aquakultur und des Tourismus.<\/p>\n<p><strong>Mikroplastik reduzieren<\/strong><\/p>\n<p>Wir alle k\u00f6nnen einen Beitrag leisten. Wie?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Indem wir die Nutzung von Kunststoff und Einwegartikeln reduzieren, und zwar beispielsweise<\/strong> durch die Nutzung von Bambuszahnb\u00fcrsten, Bienenwachst\u00fcchern statt Frischhaltefolie, nachf\u00fcllbaren Stiften oder \u00d6kostiften, Spielzeug aus Naturmaterialien oder aus 100\u00a0% recyceltem Kunststoff, Glasbeh\u00e4ltern bzw. nicht aus Kunststoff bestehenden Beh\u00e4ltern zur Aufbewahrung von Nahrungsmitteln; Verzicht auf mit Helium gef\u00fcllte Plastikluftballons, die Hunderte oder Tausende von Kilometern weit fliegen und dann als M\u00fcll auf Str\u00e4nden, in Fl\u00fcssen, Seen, Ozeanen, W\u00e4ldern oder sonstigen Naturgebieten landen, sich dort zersetzen und von Tieren verschluckt werden k\u00f6nnen;<\/li>\n<li><strong>Kunststoff nicht einfach wegwerfen,<\/strong> sondern sachgerecht entsorgen;<\/li>\n<li><strong>beim Kauf von Kleidungsst\u00fccken eine sorgf\u00e4ltige Wahl treffen, <\/strong>Kunststofffasern vermeiden und Artikeln aus Naturstoffen wie Baumwolle, Leinen, Hanf und Wolle den Vorzug geben;<\/li>\n<li><strong>umweltfreundliche Reinigungsmittel kaufen,<\/strong> die aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt wurden;<\/li>\n<li><strong>bei der Maschinenw\u00e4sche Waschbeutel<\/strong> oder B\u00e4lle einf\u00fcgen, die eigens konzipiert wurden, um Mikroplastik aus der Kleidung aufzufangen;<\/li>\n<li><strong>Synthetikgewebe bei niedrigen Temperaturen waschen,<\/strong> um zu vermeiden, dass das Gewebe besch\u00e4digt wird, und bei voller Ladung, sodass zwischen den Stoffen eine geringere Reibung erzeugt und somit eine geringere Menge an Mikrofasern freigesetzt wird;<\/li>\n<li><strong>losen Tee<\/strong> statt Teebeutel kaufen: Oft bestehen Teebeutel aus Nylon, und einer Sch\u00e4tzung zufolge kann ein Teebeutel allein bei der Br\u00fchtemperatur (95\u00a0\u00b0C) zirka 11,6 Milliarden Mikroplastikteilchen in der Teetasse freisetzen;<\/li>\n<li><strong>lernen, Etiketten korrekt zu lesen:<\/strong> Kosmetikunternehmen d\u00fcrfen zum Beispiel seit dem 1. J\u00e4nner 2022 keine Produkte mit Reinigungs- oder Peelingwirkung mehr verkaufen, die Mikroplastikk\u00fcgelchen enthalten. Die UNO empfiehlt daher, alle Produkte zu vermeiden, auf deren Etiketten unter den Inhaltsstoffen Polyethylen (PE), Pollymethylmethacrylat (PMMA), Pylol, Polyethylenterepthalat (PET) und Polypropylen (PP) gef\u00fchrt sind;<\/li>\n<li><strong>wiederverwendbare, feuchte Abschminkpads<\/strong> aus Bio-Baumwolle oder biologisch abbaubare Artikel nutzen, denn solche Pads werden normalerweise aus einer schwer zu entsorgenden Mischung aus Kunststoff und Synthetikmaterialien hergestellt;<\/li>\n<li><strong>wiederverwendbare Damenhygieneartikel<\/strong> oder Tampons und Binden aus kompostierbarer Bio-Baumwolle verwenden;<\/li>\n<li><strong>kein Wasser in Plastikflaschen kaufen<\/strong>: Plastikflaschen k\u00f6nnen w\u00e4hrend eines Zyklus von 100 Deckel\u00f6ffnungen\/-verschlie\u00dfungen pro Liter 1.000 Mikroplastikteilchen freisetzen;<\/li>\n<li><strong>keine Einwegbecher,<\/strong> vor allem f\u00fcr Hei\u00dfgetr\u00e4nke, nutzen. In der Zeit, die notwendig ist, um einen Kaffee zu trinken, kann die innere Kunststoffbeschichtung des Bechers bis zu 25.000 Mikroplastikteilchen freisetzen;<\/li>\n<li><strong>mehr unverpackte Nahrungsmittel verzehren<\/strong> und verpackte Ware m\u00f6glichst vermeiden;<\/li>\n<li><strong>den Stra\u00dfenverkehr reduzieren:<\/strong> Reifen geh\u00f6ren n\u00e4mlich zu den h\u00e4ufigsten Plastikabf\u00e4llen auf dem Meeresgrund und den wichtigsten Erzeugern von Mikroplastik. Alles h\u00e4ngt vom Reifenabrieb auf dem Asphalt ab: Wenn wir unseren Pkw weniger und bessern nutzen, uns zu Fu\u00df oder mit dem Fahrrad fortbewegen, reduzieren wir die Umweltbelastung und f\u00f6rdern unsere Gesundheit.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es spielt keine Rolle, wo wir wohnen, ob in den Bergen oder an der K\u00fcste: Die Ozeane sind f\u00fcr unser aller Leben von grundlegender Bedeutung. Und dennoch sind sie in Gefahr. Auf der Hauptanklagebank sitzt Mikroplastik.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":17260,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[43],"tags":[],"class_list":["post-7285","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-energy-tips-de"],"acf":[],"featured_image_src":"https:\/\/www.alperia.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/0034_microplastiche_web_tagliata-150x150.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7285","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7285"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7285\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11497,"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7285\/revisions\/11497"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17260"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7285"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7285"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7285"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}