{"id":83291,"date":"2026-05-26T11:17:02","date_gmt":"2026-05-26T09:17:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alperia.eu\/?p=83291"},"modified":"2026-05-26T11:17:02","modified_gmt":"2026-05-26T09:17:02","slug":"hard-to-abate-sektoren-wie-sie-die-dekarbonisierung-erfolgreich-angehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/hard-to-abate-sektoren-wie-sie-die-dekarbonisierung-erfolgreich-angehen\/","title":{"rendered":"\u201eHard-to-abate\u201c-Sektoren: Wie sie die Dekarbonisierung erfolgreich angehen"},"content":{"rendered":"<p>Stahl, Zement, Schwertransport: Manche Branchen haben es schwerer als andere, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren. Doch das bedeutet keineswegs, dass Transformation unm\u00f6glich ist: Mit neuen Technologien, klugen Regulierungen und verl\u00e4sslichen Partnern k\u00f6nnen Unternehmen den Wandel trotzdem erfolgreich angehen.<\/p>\n<h2><strong>Was bedeutet \u201eHard-to-abate\u201c in der Industrie?<\/strong><\/h2>\n<p>Industriezweige und Transportbereiche, in denen eine Reduzierung von CO2 technisch schwierig oder wirtschaftlich kaum tragbar ist, gelten als \u201eHard-to-abate\u201c-Sektoren. Laut der <a href=\"https:\/\/www.irena.org\/Energy-Transition\/Technology\/Enablers-to-decarbonize-the-hard-to-abate-sectors\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Internationalen Agentur f\u00fcr Erneuerbare Energien (IRENA)<\/a> geh\u00f6ren dazu vor allem: Eisen- und Stahlerzeugung, Zementherstellung, chemische Grundstoffe sowie der Flug-, Schiffs- und Schwerlastverkehr. Zusammen sind diese Sektoren f\u00fcr rund 20 Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich.<\/p>\n<p>Drei Faktoren machen die <strong>Dekarbonisierung<\/strong> besonders schwierig:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Prozessbedingte Emissionen:<\/strong> Bei der Zementherstellung zerfallen Kalksteine chemisch und setzen CO2 frei \u2013 unabh\u00e4ngig von der Energiequelle.<\/li>\n<li>Extrem hohe Temperaturen: Hoch\u00f6fen f\u00fcr Stahl brauchen \u00fcber 1.500 Grad Celsius. Elektrische Alternativen in industriellem Ma\u00dfstab sind technisch und wirtschaftlich noch nicht fl\u00e4chendeckend verf\u00fcgbar.<\/li>\n<li>Mobilit\u00e4t und Reichweite: Schwere Lkw m\u00fcssen weit fahren, viel transportieren und schnell betankt werden. Batterien sind oft zu schwer; Wasserstoff als Alternative bietet gro\u00dfes Potenzial, erfordert aber eine komplett neue Infrastruktur.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>ETS und CBAM: Der europ\u00e4ische Rahmen<\/strong><\/h2>\n<p>In der Europ\u00e4ischen Union sind \u201eHard-to-abate\u201c Unternehmen, die Treibhausgase verursachen, seit 2005 Teil des <strong>Emissionshandelssystems ETS<\/strong> und verpflichtet, Zertifikate f\u00fcr ihre Emissionen zu halten. Die Anzahl an Zertifikaten wird sukzessive reduziert, wodurch sich Emittieren zunehmend verteuert. Als Schutz vor Produktionsverlagerung ins Nicht-EU-Ausland wurden bislang viele Zertifikate kostenlos ausgegeben.<\/p>\n<p>Seit Januar 2026 gilt der <strong>Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM)<\/strong>: Importeure von Stahl, Aluminium, Zement, D\u00fcngemitteln und weiteren Produkten m\u00fcssen CBAM-Zertifikate kaufen, die dem EU-CO2-Preis entsprechen. Parallel werden die kostenlosen ETS-Zuteilungen f\u00fcr betroffene Sektoren bis 2034 auf null reduziert \u2013 da der CBAM den Importschutz \u00fcbernimmt.<\/p>\n<p>Im Rahmen des <a href=\"https:\/\/commission.europa.eu\/topics\/competitiveness\/clean-industrial-deal_en?prefLang=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Clean Industrial Deal<\/a> diskutiert die EU-Kommission aktuell eine m\u00f6gliche Verl\u00e4ngerung der kostenlosen Zuteilungen \u00fcber 2034 hinaus.<\/p>\n<h2><strong>Der Wandel l\u00e4uft, die Herausforderungen bleiben<\/strong><\/h2>\n<p>Weil Emissionen in den \u201eHard-to-abate\u201c-Sektoren zunehmend als Kostenfaktor relevant werden, investieren die betroffenen Industriezweige massiv in erneuerbare Energien und saubere Technologien. \u201eF\u00fcr diese energieintensiven Unternehmen ist die Dekarbonisierung schon lange ein Thema und nicht nur aus Klimaschutzgr\u00fcnden, sondern auch aus \u00f6konomischen \u00dcberlegungen zentral\u201c, best\u00e4tigt <strong>Pietro Bertelli, Verantwortlicher Corporate Sustainability Solutions bei Alperia Green Future<\/strong>.<\/p>\n<p>Global gesehen sind die Fortschritte messbar: Laut dem <a href=\"https:\/\/www.weforum.org\/publications\/net-zero-industry-tracker-2024\/key-insights\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Net Zero Industry Tracker 2024<\/a> des Weltwirtschaftsforums haben die schwer zu dekarbonisierenden Sektoren im Jahr 2023 ihre absoluten Emissionen erstmals gesenkt: um 0,9 Prozent. In Europa sollen die Emissionen der im ETS erfassten Sektoren <strong>bis 2030 um 62 Prozent gegen\u00fcber 2005 sinken<\/strong>. 2024 war ein <a href=\"https:\/\/www.eea.europa.eu\/en\/analysis\/indicators\/greenhouse-gas-emissions-under-the#:~:text=Since%20its%20launch%20in%202005,2005%20levels%2C%20is%20within%20reach.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Minus von 51 Prozent<\/a> erreicht. Der Wandel ist also real. Trotzdem bleibt der Weg zur Klimaneutralit\u00e4t f\u00fcr energieintensive Unternehmen lang und komplex.<\/p>\n<h2><strong>Ein Plan f\u00fcr die Dekarbonisierung<\/strong><\/h2>\n<p>Genau hier setzt Alperia Green Future an. Das Unternehmen der Alperia Gruppe begleitet energieintensive Betriebe auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00e4t \u2013 mit Beratung und Technologie. \u201eWir helfen Unternehmen, wirtschaftliches Wachstum und Emissionsreduktion zu entkoppeln\u201c, erkl\u00e4rt Pietro Bertelli. Gemeinsam mit dem Kunden wird ein ma\u00dfgeschneiderter <strong>Dekarbonisierungsplan<\/strong> entwickelt: ein konkreter Fahrplan f\u00fcr die n\u00e4chsten f\u00fcnf bis 10 Jahre, der festh\u00e4lt, welche Ma\u00dfnahmen wann umgesetzt werden sollen \u2013 immer abgestimmt auf die wirtschaftlichen Ziele des Unternehmens.<\/p>\n<p>Daneben investiert Alperia direkt in Projekte wie neue Anlagen, effizientere Maschinen oder saubere Energiequellen und refinanziert sich \u00fcber einen vereinbarten Anteil der garantierten Einsparungen. Dieses Modell des <a href=\"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/energy-performance-contract\/?culture=de-DE\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Energy Performance Contract (EPC)<\/strong><\/a> hat f\u00fcr Unternehmen einen entscheidenden Vorteil: Die anf\u00e4nglichen Investitionen und das finanzielle und technologische Risiko \u00fcbernimmt Alperia.<\/p>\n<h2><strong>Schritt f\u00fcr Schritt zur Klimaneutralit\u00e4t<\/strong><\/h2>\n<p>\u201eUnsere Arbeit mit energieintensive Unternehmen folgt einem klaren Prinzip\u201c, zeigt Pietro Bertelli auf: Zuerst wird die Energieeffizienz durch innovative Technologien maximiert. Anschlie\u00dfend wird auf saubere Energie umgestellt \u2013 entweder durch Eigenproduktion oder den Kauf von \u00d6kostrom. F\u00fcr die Zukunft beobachtet und begleitet Alperia Green Future zudem gezielt zwei Technologien, die f\u00fcr \u201eHard-to-abate\u201c-Sektoren besonders relevant, aber noch nicht ausgereift sind: <strong>CO2-Abscheidung<\/strong> \u2013 also das direkte Einfangen von Emissionen dort, wo sie sich nicht vermeiden lassen \u2013 sowie <a href=\"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/ingenieurkunst-im-dienste-der-innovation-wasserstoff-als-schluesseltechnologie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>gr\u00fcner Wasserstoff<\/strong><\/a> als sauberer Brennstoff f\u00fcr Hochtemperaturprozesse und den Schwerlastverkehr.<\/p>\n<p>Ein besonderes technologisches Werkzeug, das Alperia Unternehmen zur Verf\u00fcgung stellt, ist <a href=\"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/alperia-sybil-industrial\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Sibyl<\/strong><\/a>: ein propriet\u00e4res KI-System, das komplexe Industrieprozesse \u2013 etwa die Stahlwalzung oder die Klinkerproduktion f\u00fcr Zement \u2013 vorausschauend optimiert und so den Energieverbrauch deutlich senkt.<\/p>\n<h2><strong>Mehr als Technologie: Komplexit\u00e4t managen<\/strong><\/h2>\n<p>Das Team, das Pietro Bertelli leitet, besteht aus 25 Mitarbeitern, weitere 12 haben sich auf k\u00fcnstliche Intelligenz spezialisiert. \u201eL\u00f6sungen zu entwickeln und zu implementieren ist eine anspruchsvolle Arbeit\u201c, erkl\u00e4rt Bertelli, \u201eweil sie so vielschichtig ist.\u201c Kein Betrieb gleicht dem anderen: Jedes Unternehmen hat eigene Produktionsprozesse, eigene Standorte und steht an einem anderen Punkt seiner Transformation. Alperia bringt deshalb eine <strong>umfassende Perspektive<\/strong> \u2013 von der Orientierung im F\u00f6rderdschungel europ\u00e4ischer Programme \u00fcber die Begleitung bei regulatorischen Anforderungen bis hin zur Koordination mehrerer Produktionsstandorte gleichzeitig.<\/p>\n<p>\u201eWir arbeiten nicht an Einzell\u00f6sungen, sondern <strong>integrieren verschiedene Technologien und managen die gesamte Komplexit\u00e4t f\u00fcr den Kunden<\/strong>\u201c, so Bertelli. In einer Zeit, in der der Druck auf energieintensive Unternehmen durch steigende CO2-Preise und neue Vorschriften kontinuierlich w\u00e4chst, ist diese Art der ganzheitlichen Begleitung kein Luxus \u2013 sondern kann zum echten Wettbewerbsvorteil werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stahl, Zement, Schwertransport: Manche Branchen haben es schwerer als andere, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren. 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