{"id":88938,"date":"2026-09-03T10:03:03","date_gmt":"2026-09-03T08:03:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alperia.eu\/?p=88938"},"modified":"2026-09-03T13:50:17","modified_gmt":"2026-09-03T11:50:17","slug":"alperia-und-x-timber-sonnenstrom-am-schattenstandort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/alperia-und-x-timber-sonnenstrom-am-schattenstandort\/","title":{"rendered":"Alperia und X Timber: Sonnenstrom am Schattenstandort"},"content":{"rendered":"<p>Im Eggental, eingebettet zwischen steilen Bergflanken, verarbeitet X Timber \u2013 das ehemals als Holz Pichler bekannte S\u00e4gewerk \u2013 Jahr f\u00fcr Jahr gro\u00dfe Mengen Holz zu hochwertigen Produkten. Ein : Gro\u00dfe Maschinen, Trocknungsanlagen und ein durchgehender Betrieb verbrauchen rund <strong>7.000 Megawattstunden Strom pro Jahr.<\/strong><\/p>\n<p>Seit der Inbetriebnahme im Juli 2026 stammt ein Teil des Strombedarfs von X Timber vom eigenen Dach. Gemeinsam mit Alperia Green Future hat das Unternehmen eine Photovoltaikanlage mit knapp einem Megawatt Leistung errichtet \u2013 an einem Standort, der auf den ersten Blick eher gegen Sonnenstrom spricht.<\/p>\n<h2><strong>Ein Standort mit T\u00fccken: Photovoltaik im Schatten<\/strong><\/h2>\n<p>\u201eIm Winter, wenn die Sonne tief steht, haben wir an unserem Standort in der Talsohle des Eggentals von Ende November bis Anfang Februar keine Sonneneinstrahlung\u201c, erl\u00e4utert <strong>Michael Gilli, Inhaber und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von X\u2011Timber<\/strong>.<\/p>\n<p>Ein Tal wie dieses ist auf den ersten Blick keine klassische Photovoltaik\u2011Lage. \u201eStandorte mit dieser Topografie geh\u00f6ren f\u00fcr eine PV\u2011Anlage in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung nicht zu den naheliegenden Lagen \u2013 der nahe Berg sorgt im Winter f\u00fcr ausgepr\u00e4gte Beschattung\u201c, best\u00e4tigt <strong>Alan Crivellaro, Verantwortlicher Technical Management Photovoltaik KMU bei Alperia Green Future<\/strong>. \u201eUnsere Einstrahlungsanalysen haben aber gezeigt, dass die \u00fcbrigen Monate ein sehr solides Ertragsprofil ergeben.\u201c<\/p>\n<p>Bereits vor 15 Jahren hatte sich X Timber mit Photovoltaik besch\u00e4ftigt \u2013 damals waren Modul\u2011Wirkungsgrade und Anschaffungskosten allerdings so, dass sich die Investition unter diesen Bedingungen nicht rechnete. Dank moderner Planungs- und Simulationsprogramme konnte das Unternehmen das Potenzial des Standorts neu bewerten.: \u201eWir haben festgestellt, dass wir in den \u00fcbrigen neuneinhalb Monaten eine gute Einstrahlung haben \u2013 und dass sich eine PV\u2011Anlage bei uns lohnt\u201c, so Gilli. Auch der Verbrauchscharakter passt zur Photovoltaik: Der Betrieb l\u00e4uft zwar rund um die Uhr, der Gro\u00dfteil der Produktion f\u00e4llt jedoch in die Tagstunden \u2013 also genau dann, wenn Sonnenenergie verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n<h2><strong>Der richtige Partner: Schl\u00fcsselfertige PV-Anlage von Alperia<\/strong><\/h2>\n<p>In Italien sind PV\u2011Projekte dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung mit erheblichem b\u00fcrokratischen Aufwand verbunden. \u201eAllein die Genehmigung, den selbst erzeugten Strom auch selbst nutzen zu k\u00f6nnen, ist nicht leicht zu bekommen\u201c, sagt Gilli. Gesucht wurde deshalb ein Partner, der sowohl die technische Realisierung als auch s\u00e4mtliche Beh\u00f6rdeng\u00e4nge \u00fcbernehmen kann. Die Wahl fiel auf Alperia \u2013 auch wegen der langj\u00e4hrigen Gesch\u00e4ftsbeziehung.<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich war eine Realisierung im Rahmen eines regionalen F\u00f6rderprogramms im Gespr\u00e4ch. \u201eDieses befand sich zum damaligen Zeitpunkt noch in einer sehr fr\u00fchen Phase, was f\u00fcr den Kunden zu lange Wartezeiten bedeutet h\u00e4tte\u201c, erl\u00e4utert <strong>Alessandro Costa, Verantwortlicher Photovoltaik KMU bei Alperia Green Future<\/strong>. X Timber entschied sich daher f\u00fcr einen Direktkauf der Anlage und nutzte parallel F\u00f6rdermittel aus dem italienischen Aufbau\u2011 und Resilienzplan PNRR, die 40 Prozent der f\u00f6rderf\u00e4higen Kosten abdecken. <a href=\"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/photovoltaik-fuer-unternehmen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Geliefert wurde schl\u00fcsselfertig<\/a>: Alperia \u00fcbernahm Planung, Genehmigungen, Lieferung, Baustellenorganisation und Installation \u2013 und betreute zugleich den F\u00f6rderantrag.<\/p>\n<p>\u201eWir richten unser Angebot gezielt auf <strong>Photovoltaikanlagen f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen<\/strong> sowie f\u00fcr Energiegemeinschaften aus\u201c, erkl\u00e4rt Costa. \u201eX Timber ist daf\u00fcr ein Beispielprojekt.\u201c<\/p>\n<h2><strong>Zwei Monate Bauzeit und Technik f\u00fcr besondere Bedingungen<\/strong><\/h2>\n<p>W\u00e4hrend sich die beh\u00f6rdliche Phase \u2013 von den ersten Begehungen \u00fcber die Planung bis zur endg\u00fcltigen Freigabe zwischen August und September 2025 \u2013 \u00fcber rund eineinhalb Jahre erstreckte, ging der eigentliche Bau z\u00fcgig vonstatten. \u201eWir haben im November 2025 mit der Installation begonnen und Ende Dezember abgeschlossen\u201c, berichtet Alan Crivellaro. Module, Wechselrichter und Metallstrukturen wurden in kurzer Folge geliefert, spezialisierte Teams arbeiteten parallel an unterschiedlichen Abschnitten. Nach einer Testphase wurde die Anlage im Juli 2026 vollst\u00e4ndig in Betrieb genommen.<\/p>\n<p>Auf rund 7.000 Quadratmetern Dachfl\u00e4che wurden 1.550 Module zu je 645 Watt montiert, jedes etwa 1,40 mal 1,10 Meter gro\u00df. Die installierte Leistung betr\u00e4gt 999,75 kW, der Wechselrichter ist mit 990 kW ausgelegt. \u201eWir haben die Module <strong>in Ost\u2011West\u2011Ausrichtung mit einer Neigung von f\u00fcnf Grad<\/strong> installiert. Diese Konfiguration maximiert bei den gegebenen Bedingungen die Energieausbeute \u00fcber den Tag\u201c, erkl\u00e4rt Crivellaro.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Ertragsprognose kam das \u00f6ffentliche Tool PVGIS (Photovoltaic Geographical Information System) der Europ\u00e4ischen Kommission zum Einsatz, das historische Einstrahlungsdaten mit den technischen Parametern der Anlage verkn\u00fcpft. Die PV\u2011Anlage ist direkt an das bestehende Stromnetz des S\u00e4gewerks angeschlossen. \u201e<strong>Zwischen 80 und 90 Prozent der Jahresproduktion<\/strong> <strong>flie\u00dfen in den Eigenverbrauch<\/strong>\u201c, so Crivellaro. Erwartet wird ein <strong>Jahresertrag von knapp 900 Megawattstunden<\/strong>.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-117509 size-large\" src=\"https:\/\/www.alperia.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Inpianto-fotovoltaico-sul-tetto-della-sede-di-X-Timber-768x1024.jpg\" alt=\"Fotovoltaico X Timber\" width=\"768\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.alperia.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Inpianto-fotovoltaico-sul-tetto-della-sede-di-X-Timber-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.alperia.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Inpianto-fotovoltaico-sul-tetto-della-sede-di-X-Timber-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.alperia.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Inpianto-fotovoltaico-sul-tetto-della-sede-di-X-Timber-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.alperia.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Inpianto-fotovoltaico-sul-tetto-della-sede-di-X-Timber-1536x2048.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/p>\n<h2><strong>Erste Bilanz: 10 Prozent Mehrertrag<\/strong><\/h2>\n<p>\u201eDie Anlage arbeitet effizienter als urspr\u00fcnglich angenommen. In den ersten Testmonaten haben wir <strong>rund zehn Prozent mehr produziert<\/strong>, als unsere Kalkulation ergeben hatte\u201c, freut sich Michael Gilli.<\/p>\n<p>Schon jetzt deckt X Timber tags\u00fcber 90 Prozent seines Strombedarfs aus eigener Erzeugung. Die PV\u2011Anlage erg\u00e4nzt dabei das hauseigene Blockheizkraftwerk, das Holzreststoffe wie Hackschnitzel, S\u00e4gemehl und Rinde in W\u00e4rme und Strom umwandelt.<\/p>\n<p>\u201eAngesichts der vielen Krisen weltweit hat sich die Entscheidung mehr als best\u00e4tigt\u201c, sagt Gilli. \u201eDas spart Kosten und ist zugleich gut f\u00fcr die Umwelt.\u201c<\/p>\n<h2><strong>Ein Baustein einer gr\u00f6\u00dferen Strategie: Energieautarkie im S\u00e4gewerk<\/strong><\/h2>\n<p>Mit der ersten Anlage ist die Energiestrategie von X Timber nicht abgeschlossen. <strong>Zwei weitere PV\u2011Anlagen<\/strong> auf weiteren Betriebsgeb\u00e4uden sind gemeinsam mit Alperia bereits in Planung, die Genehmigungen werden erwartet. \u201eUnser Ziel ist die vollst\u00e4ndige Energieautarkie \u2013 und davon sind wir gar nicht mehr weit entfernt\u201c, so Gilli. \u00dcbersch\u00fcssiger Strom soll k\u00fcnftig ins Netz eingespeist werden \u2013 als Beitrag zur Energiewende.<\/p>\n<p>\u201eH\u00e4tten wir gewusst, dass alles so reibungslos l\u00e4uft, h\u00e4tten wir die Entscheidung wohl fr\u00fcher getroffen\u201c, res\u00fcmiert Gilli. Dass auch ein Standort mit anspruchsvoller Topografie ein wirtschaftlich tragf\u00e4higes PV\u2011Projekt erm\u00f6glicht, d\u00fcrfte \u00fcber das Eggental hinaus Beachtung finden. Im Unternehmen selbst hat es bereits Signalwirkung entfaltet: Zwei Mitarbeitende von X Timber planen mittlerweile selbst eine PV\u2011Anlage auf dem eigenen Wohnhaus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Eggental, eingebettet zwischen steilen Bergflanken, verarbeitet X Timber \u2013 das ehemals als Holz Pichler bekannte S\u00e4gewerk \u2013 Jahr f\u00fcr Jahr gro\u00dfe Mengen Holz zu hochwertigen Produkten. Ein : Gro\u00dfe Maschinen, Trocknungsanlagen und ein durchgehender Betrieb verbrauchen rund 7.000 Megawattstunden Strom pro Jahr. Seit der Inbetriebnahme im Juli 2026 stammt ein Teil des Strombedarfs von [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":117502,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[413,567],"class_list":["post-88938","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-stories-de","tag-fotovoltaico-de","tag-sonnenstrom"],"acf":[],"featured_image_src":"https:\/\/www.alperia.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Sede-X-Timber_web-150x150.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88938","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=88938"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88938\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":117522,"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88938\/revisions\/117522"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/117502"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88938"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=88938"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alperia.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88938"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}