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20.01.2026
- 4 min

Der neue Sitz von Alperia in Meran: Energieeffizienz und Qualität der Arbeitsbereiche

Die Planung zeitgenössischer Gebäude betrifft heute nicht mehr nur Architektur oder Technologie, sondern auch die Verantwortung gegenüber der Umwelt und den Menschen.

Das wachsende Bewusstsein für Nachhaltigkeit, Wohlbefinden am Arbeitsplatz und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen rückt die Integration von Energieeffizienz, Komfort und Raumqualität immer stärker in den Mittelpunkt.

Der neue Sitz von Alperia in Meran wurde nach genau diesem Ansatz konzipiert: Ein Gebäude, das darauf ausgelegt ist, die Umweltbelastung zu reduzieren, die Gesundheit und Produktivität der Menschen zu fördern und seine Leistungen langfristig messbar und steuerbar zu machen – gemäß den Protokollen von KlimaHaus und den LEED-Anforderungen. So wird der neue Sitz zu einem konkreten Beispiel dafür, wie ökologische Nachhaltigkeit sowie soziale und unternehmerische Verantwortung in einem einzigen Projekt vereint werden und zur Stadtentwicklung und zum Wohlbefinden des Territoriums beitragen können.

Der Gebäudekomplex befindet sich südlich der Meraner Altstadt in einem Gebiet, das derzeit einen umfassenden urbanen Umgestaltungsprozess durchläuft. Eingebettet in das Areal der ehemaligen Kasernen trägt der neue Alperia-Edyna-Campus zur Aufwertung des Gebiets bei, indem Grünflächen, Fußgängerverbindungen und Zugänglichkeit gefördert werden. Die Nähe zum Bahnhof Meran-Untermais und zu den wichtigsten Verkehrsverbindungen fördert die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und eine nachhaltigere Mobilität.

Eine hochleistungsfähige Gebäudehülle

Die Energieeffizienz des Gebäudes beginnt bei der Gebäudehülle: Wände, Dächer und Fenster sind so konzipiert, dass sie Dämmwerte erreichen, die über den gesetzlichen Vorgaben und den KlimaHaus-Standards liegen. Dadurch werden Wärmeverluste deutlich reduziert und Kondensationsbildung vermieden, was ein stabiles Raumklima sowie einen hohen Komfort und eine lange Lebensdauer des Gebäudes gewährleistet.

Um eine Überhitzung im Sommer zu vermeiden, sind die vertikalen Glasflächen mit außen angebrachten Sonnenschutzsystemen ausgestattet, während bei den horizontalen Verglasungen Sonnenschutzglas zum Einsatz kommt. Dieses reduziert den Wärmeeintrag und gewährleistet gleichzeitig ausreichend Tageslicht.

Sede Alperia Merano

Energieeffizienz und erneuerbare Energiequellen

Die Beheizung des Gebäudes erfolgt über die Fernwärme der Stadt Meran – eine effiziente Lösung, die die Emissionen aus der Wärmeerzeugung reduziert und den Anforderungen von LEED und KlimaHaus entspricht. Für die Kühlung im Sommer kommen Absorptionskältemaschinen zum Einsatz, die ebenfalls mit Fernwärme betrieben werden und den Stromverbrauch in Zeiten hoher Nachfrage begrenzen.

Zur Deckung eines Teils des Strombedarfs und zur Erhöhung der energetischen Eigenständigkeit wurde zudem eine Photovoltaikanlage mit zwei Teilfeldern installiert, eines davon auf dem Dach des Alperia Towers. Die Gesamtleistung beträgt rund 70 kW.

Thermischer Komfort und Raumluftqualität

Die Arbeitsbereiche werden überwiegend über Decken- und Fußbodensysteme klimatisiert, die eine gleichmäßige Temperaturverteilung und einen natürlicheren Komfort als herkömmliche Systeme ermöglichen. Gebläsekonvektoren kommen nur bei Lastspitzen zum Einsatz und tragen so zur Optimierung des Energieverbrauchs bei.

Die Raumluftqualität wird durch eine kontrollierte mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung und hocheffizienter Filterung gewährleistet. In stärker frequentierten Bereichen wie in den Konferenzräumen und im Bistro regeln CO₂-Sensoren automatisch den Luftaustausch entsprechend der tatsächlichen Anwesenheit von Personen – für mehr Wohlbefinden und weniger Energieverlust.

Beleuchtung und visuelles Wohlbefinden

Das Beleuchtungskonzept ist auf visuellen Komfort und flexible Nutzung ausgelegt: dimmbare LED-Systeme passen die Lichtintensität an unterschiedliche Tätigkeiten und an das verfügbare Tageslicht an. So wird die Blendung wirksam reduziert und eine hohe Lichtqualität gewährleistet. Besonderes Augenmerk wurde auf das circadiane Licht gelegt, das die Konzentration, das psychophysische Wohlbefinden und die Qualität des Arbeitserlebnisses über den gesamten Tag hinweg unterstützt.

Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und intelligentes Management

Das Projekt integriert Lösungen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs, darunter wassersparende Sanitäreinrichtungen sowie ein System zur Sammlung von Regenwasser, das für die Bewässerung und für die Sanitäranlagen wiederverwendet wird.

Alle technischen Anlagen werden über ein Gebäudemanagementsystem (Building Management System – BMS) gesteuert, das den Energieverbrauch, die Beleuchtung und die Klimatisierung überwacht und optimiert, indem es den Betrieb des Gebäudes an die tatsächlichen Nutzungsbedingungen anpasst. Das System ermöglicht zudem die Erfassung nützlicher Daten zur langfristigen Überwachung der Leistung und unterstützt so ein effizientes, transparentes und kontinuierlich verbessertes Gebäudemanagement. Darüber hinaus ist auch die Einrichtung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge vorgesehen, um eine nachhaltigere Mobilität zu fördern.

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