MINT-Berufe: Der Aufschwung der Frauen

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MINT-Berufe: Der Aufschwung der Frauen

Der Gender Gap – also die mangelnde Gleichstellung zwischen den Geschlechtern – in High-Tech-Berufen und hochqualifizierten Sektoren ist eine Tatsache. Stereotype und Vorurteile halten sich hartnäckig, so dass die Präsenz von Frauen in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) immer noch begrenzt ist.

Wir leben im 21. Jahrhundert, und zu sagen, dass Frauen nur kochen können und keinen Schraubenzieher halten können, ist eine veraltete Ansicht». Das sagt Noemi Hueber, die erste Frau, die als Elektrikerin in der Stromverteilung von Alperia arbeitet

 

Die Ungleichheit beginnt bereits bei den Bildungswegen. In Italien entscheiden sich nur 18,9 % der weiblichen Hochschulabsolventen für MINT-Fächer, wie aus der Umfrage #ValoreD4STEM hervorgeht, die vom Verein Valore D anhand der Daten von AlmaLaurea 2021 durchgeführt wurde. Und das ist noch nicht alles: AlmaLaurea hebt in seinem Bericht Gender Gap 2021 auch die unterschiedliche geschlechtsspezifische Zusammensetzung dieser Hochschulabschlüsse hervor: Der Männeranteil liegt bei 59,8 %, gegenüber 40,2 % bei den Frauen, insbesondere in den Bereichen Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und in politisch-sozialen Berufen, wo der Männeranteil mehr als zwei Drittel beträgt. Frauen hingegen erbringen, auch wenn ihre Zahl geringer ist, bessere Leistungen: Sie haben einen höheren Notendurchschnitt und besuchen regelmäßiger die Lehrveranstaltungen. Trotz ihrer besseren Studienleistungen werden Frauen auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt. Fünf Jahre nach dem Abschluss in MINT-Fächern liegt die Beschäftigungsquote bei Männern bei fast 93 % und bei Frauen bei 86 %. Auch die Gehälter sind niedriger: Männer geben an, ein Gehalt von rund 1.760 Euro pro Monat zu erhalten, Frauen von 1.472 Euro.

 

 

Und trotzdem sind die in den MINT-Disziplinen entwickelten Fähigkeiten auf dem Markt zunehmend gefragt: Schätzungen zufolge werden die Berufe in diesem Bereich in den nächsten zehn Jahren doppelt so schnell wachsen, wie andere Berufe und bessere Karriere- und Verdienstmöglichkeiten bieten. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Frauen nicht am Rande dieser Sektoren bleiben, sondern die Möglichkeit haben, ihr Potenzial und ihre Professionalität voll zu entfalten. Dies ist ein Weg, der in der Schule, in der Familie und in der Gesellschaft im Allgemeinen gestärkt werden muss und der oft die Überwindung vieler auch selbst auferlegter Grenzen voraussetzt. Es ist kein Zufall, dass die UNO die Gleichstellung der Geschlechter in ihre Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) aufgenommen hat. Und zu diesen Zielen trägt auch Alperia bei. Wir arbeiten daran, mehr Frauen für technische Berufe zu gewinnen – wie Noemis Geschichte zeigt – und den Anteil weiblicher Führungskräfte zu erhöhen: Bereits seit 2019 ist unsere Vorstandsvorsitzende eine Frau und das Gremium selbst besteht zu 50 % aus Frauen. Wir haben auch begonnen, Führungspläne speziell für Frauen zu entwickeln. Gleichzeitig fördern wir, als mit dem Audit familieundberuf zertifiziertes Unternehmen, das von der Familienagentur der Autonomen Provinz Bozen und der zuständigen Handelskammer zugewiesen wird, Maßnahmen für Frauen und Männer zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, etwa mit flexiblen Arbeitszeiten, Homeoffice und der Möglichkeit verantwortungsvolle Positionen auch in Teilzeit zu übernehmen. Diese Maßnahmen sind unerlässlich, um eine vollständige Gleichstellung in allen Arbeitsbereichen zu gewährleisten, und damit Noemi Hueber kein Einzelfall bleibt. Dies mit dem Ziel und der Ambition, die Beteiligung von Frauen an der Arbeitswelt, auch in MINT-Fächern, bald zu normalisieren. 

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