Unterwegs zwischen Wohnung und Arbeitsplatz.

Nachhaltigkeit
Die Mobility Managerin von Alperia

Ziele, Herausforderungen und Maßnahmen der neuen Funktion, deren Aufgabe darin besteht, die Umweltauswirkungen auf dem Weg zum und vom Büro einzuschränken und damit den Verkehr und die Schadstoffemissionen zu reduzieren.

Gesetzlich vorgeschrieben ist Nachhaltigkeit bereits seit 1998, doch erst mit dem sogenannten „Decreto Rilancio 2020“ gewann sie auch für die interne Unternehmenskultur zunehmend an Bedeutung. Seit 2021 ist Nachhaltigkeit für Unternehmen und Institutionen mit mehr als 100 Beschäftigten Pflicht. Die/Der MobilitätsmanagerIn ist eine neue Figur im Unternehmen, die dafür verantwortlich ist, für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsplatz neue, nachhaltige Lösungen zu entwickeln.

Ausgehend von einer Analyse der Erreichbarkeit der Arbeitsstätten soll die/der MobilitätsmanagerIn alternative Wege aufzeigen und Möglichkeiten prüfen, mit denen die Innenstädte vor allem zu den Stoßzeiten von Verkehr und Emissionen entlastet werden können. Damit sollen positive Auswirkungen für die Mitarbeitenden und die gesamte Gemeinschaft erzielt werden.

Nachhaltigkeit und Wohlbefinden sind Themen, die bei Alperia auch bisher im Mittelpunkt standen. Bereits 2019, also vor der Einführung der gesetzlichen Pflicht einer/s Mobilitätsmanagers/in, begann das Unternehmen damit, konkret am Thema des nachhaltigeren Arbeitswegs zu arbeiten. 

Mitarbeitenden für die große Herausforderung der ökologischen Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und sie zu kleinen Veränderungen im Alltag anzuregen, die auf lange Sicht erhebliche positive Auswirkungen haben können.

Zunächst verteilte die Gruppe einen Fragebogen an alle Mitarbeitenden, um ihre Gewohnheiten und Erwartungen in Bezug auf nachhaltige Mobilität zu erfahren. Die Umfrage erbrachte erfreuliche Ergebnisse: 40 % der Mitarbeitenden gaben an, dass sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, 10 % nutzen öffentliche Verkehrsmittel. Diese Daten sind ermutigend, können aber zweifelsohne noch verbessert werden. Deshalb hat Alperia beschlossen, eine Reihe von gezielten Initiativen zu ergreifen.

Ausgehend von den Anregungen unserer Mitarbeitenden haben wir einen Plan ausgearbeitet, der die Aufwertung des bestehenden Mobilitätsangebots in unserem Gebiet in den Mittelpunkt stellt. Zum Glück leben wir in einer Region, in der es bereits viele Fahrradwege, funktionierende öffentliche Verkehrsmittel und Ladestationen für Elektroautos gibt. Unsere Aufgabe ist es, diese Möglichkeiten systematisch zu nutzen, indem wir die Mitarbeitenden motivieren, sich für alternative Formen der Mobilität zu entscheiden, so Summa weiter.

Die Maßnahmen umfassen die Einführung einer Ladestation für private Elektrofahrräder, die Organisation mobiler Fahrradwerkstätten an verschiedenen Unternehmenssitzen, einen Zuschuss zu Kauf oder Miete von Elektrofahrrädern und die Einrichtung von Stationen für die Fahrradwartung in Eigenregie. Außerdem gibt es an verschiedenen Unternehmenssitzen kostenlose Ladestationen für private Elektrofahrzeuge. und ein Zuschuss für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Diese Maßnahmen werden ergänzt durch die Fortführung von – zeitanteiligem – Homeoffice auch nach Beendigung des Gesundheitsnotstands und die Umstellung der Dienstwagenflotte auf E-Mobilität (das gesetzte Ziel von 172 Elektro- oder Hybridfahrzeugen wurde bereits erreicht).

Der Jahresplan für den nachhaltigen Arbeitsweg wurde dem Mobilitätsmanager der Stadtverwaltung Bozen vorgelegt, der die geplanten Maßnahmen zunächst bewertet und aufeinander abgestimmt hat und dann Finanzierungsvorschläge entsprechend den verfügbaren Ressourcen vorgebracht hat. „Im vergangenen Juli nahmen wir auch an einem Wettbewerb teil, mit dem die Provinz den Preis für nachhaltige Mobilität in Südtirol ausgeschrieben hatte. Die Nominierung für den Preis bestand darin, eine Beschreibung der Projekte und Initiativen einzureichen, die das Unternehmen durchgeführt hat, um den Straßenverkehr zu reduzieren oder auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel zu verlagern. Alperia gewann den ersten Preis. Das Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro spendeten wir einer Genossenschaft, die inklusive Mobilitätsprojekte durchführt“, so die Alperia-Mobilitätsmanagerin.

Um die erzielten Fortschritte zu überwachen und mögliche Verbesserungen zu bewerten, wird Alperia 2022 eine weitere Mitarbeiterbefragung durchführen, bei der auch die Veränderungen berücksichtigt werden, die während des Covid-Zeitraums eingetreten sind.

Dieses Modell zeigt, wie man mit konkreten und gemeinsam genutzten Instrumenten auf die Unternehmenskultur im Bereich der Mobilität einwirken kann, um eine grünere Zukunft zu schaffen.

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