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Riforestazione Lasa
16.06.2026
- 3 min

Laas: Wo der Wald neu entsteht – ein Aufforstungstag mit den Mitarbeitenden von Alperia

riforestazione a Lasa

Spaten, Arbeitshandschuhe und junge Bäume, die in die Erde gesetzt werden wollen – so begann ein Vormittag im Mai, der eine Gruppe von Mitarbeitenden von Alperia auf die Hänge oberhalb von Laas im Vinschgau führte. Dort nahmen sie an einem Aufforstungsprojekt teil, das gemeinsam mit dem Landesforstdienst umgesetzt wurde.

Ein Baum pflanzen – ein scheinbar einfacher Handgriff. Doch dahinter steckt eine weit größere Herausforderung: die Wälder Südtirols dabei zu unterstützen, sich an ein immer schneller wandelndes Klima anzupassen.

Eine Landschaft im Wandel

Wer im Vinschgau unterwegs ist, kennt die Bedeutung der Wälder an den Hängen des Nördersbergs. Sie prägen nicht nur das Landschaftsbild, sondern erfüllen essenzielle Funktionen: Sie schützen vor Erosion, stabilisieren die Hänge und bieten Lebensraum für eine vielfältige Flora und Fauna.

In den vergangenen Jahren sind diese Ökosysteme jedoch zunehmend unter Druck geraten. Die starken Schneefälle zwischen 2019 und 2020 haben viele Bäume geschwächt und anfälliger für den Befall durch den Borkenkäfer gemacht. Die besonders heißen und trockenen Sommer 2022 und 2023 haben die Situation weiter verschärft und zu großflächigen Waldverlusten zwischen den Gemeinden Laas und Schlanders geführt.

Am Nördersberg entstehen heute stellenweise Lichtungen an Orten, an denen früher dichter Wald stand und die die Folgen des Klimawandels sichtbar machen.

Den Wald der Zukunft neu denken

Das Verlorene wiederherstellen bedeutet mehr, als einfach neue Bäume zu pflanzen.

Ziel des Projekts, das der Landesforstdienst über den Waldfonds Südtirol fördert, ist es, resilientere Wälder zu schaffen – Wälder, die den klimatischen Bedingungen der kommenden Jahrzehnte standhalten können.

Daher setzt man bewusst auf eine größere Baumartenvielfalt. Neben Nadelbäumen werden vermehrt Laubbäume gepflanzt, darunter Bergahorn, Vogelbeere, Linde, Eiche und Kastanie. Diese Arten wurden aufgrund ihrer besseren Anpassungsfähigkeit an wärmere und trockenere Bedingungen ausgewählt.

Ein vielfältiger Wald ist zugleich ein robuster Wald. Er reagiert widerstandsfähiger auf extreme Ereignisse, fördert die Biodiversität und erfüllt weiterhin seine zentrale Schutzfunktion für das Gebiet.

Vom Wort zur Tat

Nachdem die Teilnehmenden gemeinsam mit dem Fachpersonal des Landesforstdienstes das Einsatzgebiet erreicht hatten, erhielten sie zunächst eine kurze Einführung in die richtige Pflanztechnik – bevor sie selbst aktiv wurden.

Baum für Baum leisteten die Mitarbeitenden von Alperia einen direkten Beitrag zur Entstehung eines neuen Waldes, der in den kommenden Jahren heranwachsen wird.

Eine Erfahrung, die deutlich macht, wie viel Einsatz, Fachwissen und Weitblick erforderlich sind, um die Wiederbelebung eines Waldökosystems zu begleiten.

Ein Engagement, das wächst

Die Initiative in Laas ist Teil der Zusammenarbeit, die 2025 zwischen Alperia und der Autonomen Provinz Bozen zur Unterstützung des Waldfonds Südtirol gestartet wurde.

Über diesen Fonds werden Maßnahmen zur Wiederherstellung geschädigter Wälder, zum Schutz der Biodiversität und zur Stabilisierung des Terrains finanziert. Der Wert des Projekts geht jedoch über die finanzielle Unterstützung hinaus: Die aktive Einbindung von Menschen schafft Bewusstsein und stärkt die Verbindung zur Umwelt, in der wir leben und arbeiten.

Denn der Weg in eine nachhaltigere Zukunft beginnt auch hier – mit einem Baum, der heute gepflanzt wird, und einem Wald, der morgen unser Gebiet schützt.

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