Wie verringern wir unsere CO2-Emissionen?

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Nachhaltigkeit
Wie verringern wir unsere CO2-Emissionen?

Nachhaltigkeit ist eine gemeinsame Herausforderung: Verwaltungen, Unternehmen, die einzelnen Bürger und ganze Gemeinschaften sind aufgerufen, zur Reduzierung der Auswirkungen auf den Planeten zusammenzuarbeiten. Auch wir von Alperia tragen unseren Teil dazu bei. Wie? Wir haben eine Strategie ausgearbeitet, die in drei Phasen gegliedert ist: Überwachung, Reduzierung und Kompensation.

Überwachung: Mit dem Nachhaltigkeitsbericht überwachen wir unsere Emissionen nach dem GRI-Modell von Scope 1 (direkte Treibhausgasemissionen, die von Anlagen innerhalb des Unternehmens erzeugt werden), Scope 2 (indirekte Treibhausgasemissionen aus dem indirekten Verbrauch der Gruppe) und von Scope 3 (Emissionsquellen, die nicht unter der direkten Kontrolle des Unternehmens stehen, deren Emissionen aber indirekt auf die Unternehmenstätigkeit zurückzuführen sind, z. B. eine Dienstreise). Jedes Jahr setzen wir uns Verbesserungsziele, die wir messen und bewerten. Die Verfeinerung der Datenerfassung ist von entscheidender Bedeutung, um die größten Emissions-Hotspots zu ermitteln und dementsprechend eingreifen zu können. Aus diesem Grund haben wir uns der Science Based Target Initiative angeschlossen, einer globalen Initiative, die im Einklang mit den Abkommen von Paris und Glasgow steht, und uns verpflichtet, Emissionsreduktionsziele festzulegen, die sich an den wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Eindämmung des Klimawandels orientieren.

Gleichzeitig passen wir unsere Emissionsreduktionsziele an die lokalen Herausforderungen an, insbesondere an den Klimaplan Südtirol, der im September 2022 veröffentlicht wurde. Es handelt sich um einen sehr ehrgeizigen Plan, mit dem Südtirol sich verpflichtet, die CO2-Emissionen um 55 % bis 2030 und um 70 % bis 2037 zu senken, um die Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen. Auch die Emissionen anderer Treibhausgase, insbesondere von Distickstoffmonoxid und Methan, sollen reduziert werden. Wir haben den Plan für die gesamte Gruppe übernommen, nicht nur auf lokaler Ebene, sondern auch für unsere Niederlassungen außerhalb Südtirols.

Reduzierung: Alperia hat wichtige Maßnahmen zur Emissionsreduzierung ergriffen, wie z. B. die Umstellung von fossilen Brennstoffen auf grüne Energiequellen für die Versorgung von Standorten und Anlagen, weniger Verschwendung durch die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden und deren Isolierung, die Sensibilisierung der Mitarbeitenden und die Erlangung der ISO 50001-Zertifizierung für das Fernheizwerk Bozen und das Wasserkraftwerk Waidbruck. Zu den durchgeführten Maßnahmen gehört auch der Anschluss des Hauptsitzes von Edyna – der Gesellschaft von Alperia, die für die Stromverteilung zuständig ist – an die Fernwärme. Alperia verfügt außerdem über zwei Wärmespeicher: in Sexten und Bozen. Die Anlage in Bozen hat ein Fassungsvermögen von 5.800 m3 und nutzt die Wärmeenergie der Bozner Müllverwertungsanlage, wodurch der Verbrauch fossiler Brennstoffe und die CO2-Emissionen in der Stadt reduziert werden. Nicht nur das: Die renommierte unabhängige Zertifizierungsstelle TÜV NORD bestätigt jedes Jahr die Klimaneutralität von Green Gas – einem der nachhaltigen Produkte von Alperia. Die Kunden von Alperia haben somit die Garantie, dass alle entstehenden Treibhausgasemissionen durch ein zertifiziertes Klimaschutzprojekt ausgeglichen werden. Zu diesen Projekten kommen ferner die Aktivitäten, die Alperia unter Einbeziehung seiner Mitarbeitenden initiiert hat: von der Nutzung elektrischer Betriebsfahrzeuge bis hin zur Bereitstellung von betrieblichen Elektrofahrrädern.

Kompensation: In Fällen, in denen eine Reduktion bis auf null Emissionen nicht möglich ist, greift Alperia mit Kompensationsmaßnahmen ein. Wir sprechen von einem sich ständig weiterentwickelnden Projekt, das wir nach internationalen Protokollen wie dem Gold Standard – der Projekte belohnt, die zur CO2-Reduzierung und zur nachhaltigen Entwicklung beitragen – und dem VCS (Verified Carbon Standard), einem der am weitesten verbreiteten Standards auf dem freiwilligen CO₂-Markt, durchführen. Dieser Mechanismus ermöglicht es, durch den Kauf von Zertifikaten, die der Menge an Emissionen entsprechen, die wir ausgleichen wollen, umweltfreundliche Praktiken wie das Pflanzen von Bäumen oder die Installation von Photovoltaikanlagen zu unterstützen.

Zusammen haben wir es geschafft, bis 2020 klimaneutral zu werden, d. h. alle unsere Scope-1- und Scope-2-Emissionen auszugleichen, und wir werden unsere Scope-3-Emissionen weiter verbessern, um den Weg zum Net-Zero-Ziel zu beschleunigen und mehr als 303 kt zusätzliches CO2-Äquivalent zu vermeiden. Im Vergleich zu 2020 haben wir 2021 insgesamt 5 % weniger Tonnen CO2-Äquivalente (Scope 1, 2 und 3) und 13 % weniger Tonnen CO2 aus Scope 1 und Scope 2 freigesetzt.

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